Mehr als passiv

Ein zunächst als Passivhaus geplantes, im Laufe der Realisation jedoch zum Nullemissionshaus avanciertes Gebäude entstand in der Hattinger Südstadt. Die Schomberg + Co. GmbH verlegte 300 mm Steinwolle in 2 Lagen hinter einer Sichtfassade aus wasserabweisenden Weißtanne-Holzpaneelen. Kerto-Schalungsträger nehmen die Konstruktion auf.

Nullemissionshaus - mehr als passiv
Wärmedämmung an Dach und Wand von rund 300 mm, 3-Scheiben-Verglasung, Energiegewinn durch PV, Pelletheizung im Keller: Zunächst als Passivhaus geplant, entstand aus dem Gebäude aus den 1950er-Jahren ein Nullemissionshaus. Fotos: Deutsche Rockwool
Montage Fassadenplatten
Die Fensterlaibungen wurden mit dunklen Fassadenplatten bekleidet, an der die Rhombusprofile bündig angeschlagen werden.

An der Lessingstraße 3–5 entstand der ganze Stolz von Jan Rothe, Abteilungsleiter Technik bei der hwg: ein zunächst als Passivhaus geplantes, im Laufe der Realisation jedoch zum Nullemissionshaus avanciertes Gebäude mit einer Wohnfläche von knapp 1.100 m² in 18 Wohneinheiten. Wie die Nachbargebäude wurde auch dieses in den 1950er-Jahren errichtet. Für seine Umwandlung zum ökologischen Vorzeigeobjekt mussten technisch sämtliche Register gezogen werden. Rothe zum Objekt: „Das Haus an der Lessingstraße wird mit einer Pelletanlage beheizt und verfügt über eine moderne Zu- und Abluftanlage mit Wärmerückgewinnung sowie eine thermische Solaranlage. Der damit ohnehin schon äußerst niedrige Primärenergieverbrauch wird hier zusätzlich durch eine 8-kWp-Photovoltaikanlage kompensiert. Deshalb und dank der enormen Investitionen in die Gebäudehülle entstand hier eines der ersten Nullemissionshäuser im Bestand in Deutschland.“

Kerto-Schalungsträger als Unterkonstruktion

Gemeinsam mit seinen Kollegen war Bauleiter Thorsten Eisel von der Schomberg + Co. GmbH Bedachung, Mitglied der Dachdecker-Innung Dortmund und Lünen, für die Modernisierung der Fassaden im SüdstadtGarten verantwortlich. Auch für ihn war die Arbeit am Nullemissionshaus etwas Besonderes. „Alles andere als alltäglich war dieses Projekt schon allein aufgrund der hier verwendeten Dämmdicken“, berichtet Thorsten Eisel. Insgesamt 300 mm Steinwolle in 2 Lagen (140 mm plus 160 mm) schützen das Haus vor dem Verlust wertvoller Wärmeenergie. „Die Basis des Wandaufbaus bildet eine Mauer aus Bimshohlblockstein.

André Janert

Den ausführlichen Beitrag lesen Sie in Ausgabe DDH 23.2014.

Letzte Aktualisierung: 10.12.2014