Minister-Besuch bei Braas in Heyrothsberge

Der Minister für Landesentwicklung und Verkehr in Sachsen-Anhalt, Thomas Webel, besichtigte zusammen mit dem wirtschaftspolitischen Sprecher der CDU Landtagsfraktion, Ulrich Thomas, das Braas Dachsteinwerk Heyrothsberge nahe Magdeburg.

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V. l. n. r.: Werksleiter Wieland Köhler mit Ulrich Thomas (MdL), Thomas Webel (Landesminister), Burkhard Theuerkauf (Direktor Produktion) und Henrik Görtz (Verkaufsleiter Verkaufsregion Heyrothsberge) im Braas Dachsteinwerk Heyrothsberge. Foto: Braas

Dabei konnte sich der Minister unter anderem über die Braas Protegon-Dachsteine informieren, für die aktuell eine neue Produktionslinie in Heyrothsberge eingerichtet wird. Außerdem kam die Auftragsvergabe für ein Groß-Bauprojekt in der Region zur Sprache: Auf dem Truppenübungsplatz in der Colbitz-Letzlinger Heide sollen bis 2016 großstadttypische Bereiche mit über 500 Häusern entstehen, für die sich das Braas Werk Heyrothsberge als Zulieferer von Bedachungsmaterialien empfiehlt.

Zu Beginn des Besuchstermins im Braas Dachsteinwerk Heyrothsberge stand für den Minister ein Empfang durch Werksleiter Wieland Köhler sowie eine kurze Vorstellung der Monier Braas GmbH und des Standorts Heyrothsberge auf dem Programm. Dann folgte ein Rundgang durch das Braas Dachsteinwerk. Produziert wird in Heyrothsberge unter anderem die Frankfurter Pfanne. Im Jahr 2012 investierte Braas außerdem in den Standort und erweitert aktuell die Produktion um die Herstellung von Dachsteinen mit moderner Protegon-Technologie. Die Protegon-Qualität schützt Dachsteine vor Vergrünung sowie Verschmutzung. In die Oberfläche integrierte Pigmente sorgen außerdem dafür, dass die Dachsteine bis zu 300 Prozent mehr Infrarotstrahlen reflektieren als herkömmliche Dachsteine und Dachziegel und so das Innenraumklima um bis zu zwei Grad Celsius senken.

Mit diesem Modernisierungsschritt wird Heyrothsberge zu einem wichtigen Standort für die Belieferung des Nordens und Ostens der Bundesrepublik mit Protegon-Dachsteinen. Webel und Thomas zeigten sich begeistert von der neuen Protegon-Technologie und lobten insbesondere die Investition in den Standort Heyrothsberge: "Mit der neuen Produktionslinie für Protegon-Dachsteine lässt Braas eine seiner innovativsten Dachsteintechnologien in Heyrothsberge herstellen - darauf können wir stolz sein", so Webel.

Neben der neuen Produktionslinie für Dachsteine in Protegon-Technologie stand das neue Groß-Bauvorhaben in der Colbitz-Letzlinger Heide im Mittelpunkt der Gespräche: Der dort bestehende Truppenübungsplatz soll sich bis 2016 in eine Stadt, die nach einem früheren Ort benannte "Schnöggersburg", verwandeln - mit Bahnhof, Regierungsviertel, Industriegebiet, Flugplatz und Hafen. Der Bau von über 500 bewohnt aussehenden Häusern ist auf einem 2,5 km² großen Gelände geplant. Soldaten aus ganz Europa werden hier nach der Fertigstellung für ihre Einsätze üben können, heißt es von Seiten der Bundeswehr. Das Braas Dachsteinwerk in Heyrothsberge bietet sich für die Zulieferung moderner Bedachungsmaterialien an. Als Hersteller aus der unmittelbaren Umgebung des über 100 Millionen Euro schweren Bauprojekts könnte Braas eine unkomplizierte Lieferung der Baumaterialien gewährleisten. Der Auftrag käme zudem dem Standort Heyrothsberge zu Gute und würde damit Arbeitsplätze in der Region sichern.

Als Anbieter von Dachsystemen betreibt Braas unter anderem sieben Dachsteinwerke in Deutschland. In Heyrothsberge werden neben der beliebten Frankfurter Pfanne die Dachsteine Doppel S, Harzer Pfanne, Harzer Pfanne 7 und Taunus Pfanne produziert. Die Frankfurter Pfanne kann hier dank der neuen Produktionslinie nun auch in Protegon-Qualität hergestellt werden. Seit Sommer 2012 ist in Heyrothsberge außerdem die zentrale Mustererfassung von Braas angesiedelt. Derzeit sind 41 Mitarbeiter an diesem Standort angestellt, vier von ihnen befinden sich in der Ausbildung.

Letzte Aktualisierung: 16.11.2012