Nah am Dachdecker

Größer, fachlicher, praxisnäher – bei der 2. Auflage in Köln überzeugte die DACH+HOLZ International fast 48.000 Besucher mit gut gemachten Messeständen, bei denen die Produkte und ihre Anwendung im Mittelpunkt standen. Mitmachen und Ausprobieren lautete die Devise.

Ob Steildach oder Flachdach – die fast 48.000 Besucher der DACH+HOLZ International in Köln freuten sich über geballte Handwerkspraxis. Foto: DDH

Was für Dachdecker ein Geschenk des Himmels ist, kann bei Messeorganisatoren Sorgenfalten verursachen. Denn die DACH+HOLZ International findet aus gutem Grund im tiefen Winter statt. Für Betriebe ist es die sinnvollste Zeit für Weiterbildungen – und Messebesuche. Winter gab es in den meisten Regionen Deutschlands seit Dezember jedoch nur dem Kalender nach – fast überall konnte durchgearbeitet werden und Dachdecker wie Industrie freuten sich über die Chance, die Aufholjagd nach dem endlosen Vorjahreswinter fortzusetzen.

Besucherstrom trotz Frühlingswetter

Dass diese Konstellation keine ideale Voraussetzung für Messe-Besucherrekorde darstellt, erklärt sich von selbst. Umso erfreuter registrierten die Aussteller, wie sich nach einem etwas verhaltenen Start am ersten Messetag im weiteren Verlauf die 4 Hallen der Koelnmesse füllten. Besonders ab Donnerstag war an vielen Ständen kaum ein Durchkommen. Insgesamt knapp 48.000 Besucher sorgten am Ende für einen Rekord am Messestandort Köln. Damit fügte sich der Besucherzuspruch ein in die breite Unterstützung, die die DACH+HOLZ mit über 570 Ausstellern von der Industrie erhielt. Überzeugen konnten dabei die Standkonzepte: Den Ausstellern gelang es einerseits, ihre Produkte eindrucksvoll zu inszenieren und eine Bühne für gute Gespräche zu bieten. Andererseits stand mehr denn je die Anwendung der Produkte im Vordergrund. Dachdecker und Zimmerer bekamen an vielen Ständen die Möglichkeit, Produkte in Aktion zu sehen oder selbst Hand anzulegen. Eine gute Idee, wie sich schnell herausstellte – Produktanwendungen blieben die gesamte Messe hindurch geradezu belagert von interessierten Besuchern, besonders junge Handwerker probierten sich gerne aus.


Metall voll integriert

Die Zahl der Aussteller dokumentierte auch, dass der Messestandort Köln vom Dachmarkt, aber auch von Holzbaubranche inzwischen voll akzeptiert wir. Ein Großteil der Hersteller aus dem Bereich Dach hatte sich in Halle 6 niedergelassen, sie stand im Zentrum des Dachdeckerinteresses. Sehr lebendig ging es auch in Halle 9 zu, wo neben Dachherstellern auch viele Anbieter aus der Metallbranche ausstellten. Überhaupt gilt mittlerweile: Wer „Dach und Holz“ sagt, kann in Klammern „Metall“ dazudenken. Bauklempner und Spengler haben in der DACH+HOLZ längst eine Messe gefunden, die viele ihrer Bedürfnisse abdeckt. Erstmalig während einer DACH+HOLZ nutzten Dachdecker und Zimmerer die öffentliche Bühne für ein politisches Statement. Bei der Aktion „Stop CO2“ vor dem Kölner Dom demonstrierten die Gewerke ihre Kompetenz in Sachen Klimaschutz auch außerhalb der Messehallen (siehe Kasten: „Ein Zeichen vor dem Dom“). Das Selbstbewusstsein der Branche spiegelte sich auch auf der Messe wider. Moderne Dämmtechnik und nachhaltiges Energiemanagement bleiben zentrale Problemlöser bei der Herausforderung Klimawandel, in Köln trafen die Hersteller als Ausrüster und Innovatoren auf die Handwerker, deren Rolle längst über die bloße Verarbeitung hinausgewachsen ist.

.Elke Herbst, Malte von Lüttichau, Johannes Messer, Michael Zenk

Den ausführlichen Beitrag lesen Sie in DDH 04/2014.

Letzte Aktualisierung: 13.03.2014

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