Praxis-Tipps zur Windsogsicherung, Teil 1: Die Flächeneinteilung

Stürme stellen hohe Anforderungen an Flachdächer und Abdichtungen und sorgen zunehmend für Sturmschäden. Um Flachdächer und Abdichtungen optimal vor diesen Windlasten zu schützen, muss der Dachdecker zunächst eine Einteilung des Flachdachs vornehmen. Unsere Praxis-Tipps zeigen, wie es geht.

Flachdach Praxis-Tipps Windsogsicherung Eiserloh Teil 1
Durch die Überlagerung aller vier Windanströmrichtungen ergibt sich die Gesamtflächeneinteilung des Flachdaches. Foto: Markus Friedrich

Da die auf die Abdichtungsflächen einwirkenden Windsogkräfte unterschiedlich groß sind, gliedert man die Fläche eines Flachdachs in vier Flächenbereiche auf:

  1. Eckbereich (F)
  2. Randbereich (G)
  3. Innenrandbereich (H)
  4. Innenbereich (I)

Die Einteilung der Flächenbereiche erfolgt anhand der zu erwartenden Wirbel am scharfkantigen Dachrand oder der Attika. Für den einzuteilenden Flächenbereich wird einmal die vom Wind angeströmte Gebäudeabmessung mit der verdoppelten Gebäudehöhe verglichen, um die für die Berechnung erforderliche Hilfsgröße e zu ermitteln:  

Formel: e = b oder 2 ∙ h (mit Attikaaufbau), der kleinere Wert ist maßgebend, b = Abmessung quer zum Wind  

Der kleinere Wert, die Hilfsgröße e, ist maßgebend für die Flächeneinteilung. Dieser kleinere Wert wird nachfolgend durch 10 für die Tiefe des Randbereiches G, durch 4 für die Breiten der Eckbereiche F und durch 2 für die Tiefe des Innenrandbereiches H geteilt und im Grundriss abgetragen.  

Zum Download Rechenbeispiel Flächeneinteilung.

(Quelle: Hans Peter Eiserloh)

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Letzte Aktualisierung: 02.07.2018

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