„Pünktlich wie die Dachdecker“

Es war der Einstieg in die Grußworte gleich mehrerer geladener Gäste bei der Eröffnung des neuen Azubi-Wohnheims für Dachdecker in Waldkirchen: Die Pünktlichkeit der Dachdecker.

Eröffnung KPZ Waldkirchen Wohnheim
Willkommen im neuen Wohnheim der Dachdecker-Auszubildenden. Foto: Friedrich

Fast auf den Tag genau nach nur 18-monatiger Bauzeit konnte die Eröffnung des 4,2 Millionen-€-Projekts gefeiert werden. Und auf die Minute pünktlich startete die Eröffnungsfeier mit über 70 Gästen. A. Ewald Kreuzer, Vorsitzender des Bauherren KPZ Kompetenzzentrum Dachtechnik Waldkirchen e. V und zugleich Landesinnungsmeister der Bayerischen Dachdecker, dankte allen, die dieses Bauvorhaben ermöglicht hatten. „Unsere bayerischen Dachdecker-Innungen waren immer offen für dieses Mammutprojekt und haben die Entscheidung pro Waldkirchen stets unterstützt“.

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Damit sei auch in Zukunft die Ausbildung gesichert, wo andere Urlaub machen, so Kreuzer. Hoch sei einerseits der bürokratische Aufwand, auch für die Fördermittel, gewesen. Andererseits hätten die Dachdecker als Bau-Experten natürlich auch hohe Anforderungen gestellt. „Das Glück tritt gerne in ein Haus ein, in dem gute Laune herrscht“, zitierte Kreuzer eine alte japanische Weisheit. Besonders stolz zeigte sich A. Ewald Kreuzer, dass auch durch die Einbindung der Berufsgenossenschaft BG BAU und die selbst gestellten Maßstäbe an den Arbeitsschutz das Bauvorhaben ohne Arbeitsunfall absolviert werden konnte. „Mögen die Auszubildenden nun das Haus mit Leben füllen“, schloss Kreuzer seine Ansprache. Und dies wird bereits zwei Tage später durch den Erstbezug der Auszubildenden Realität sein. „Unterstützen Sie uns, wir sind Ihre Gäste“, so sein Appell an die Waldkirchener Bürger und Nachbarn des Wohnheims. Alexander Sonnleitner vom Architekturbüro ssp in Waldkirchen verdeutlichte in seiner Ansprache die Herausforderung an sein Planungsbüro. Das 28 m breite und 87 m lange Grundstück weist ein 23 %-iges Gefälle von der Bahnhofstraße zur Freyunger Straße auf. Dies bedeutete die Bebauung eines Grundstücks mit 26,5 m Höhenunterschied. 1.000 m3 Beton und 120 Tonnen Stahl seien hier verbaut worden. Abschließend übergab er den symbolischen Hausschlüssel an A. Ewald Kreuzer. Im Anschluss hatten alle Gäste Gelegenheit, die 24 Zweibettzimmer und alle Freizeit- und Gemeinschaftsräume vor dem Erstbezug am Sonntag, den 9. September, unter die Lupe zu nehmen.

Letzte Aktualisierung: 11.09.2018