Rathscheck Schiefer baut international aus

Zurück zur Natur: Der Trend zu ökologisch einwandfreien Baumaterialien beschert dem Mayener Unternehmen Rathscheck Schiefer stabiles Wachstum. In Nordspanien sicherte sich Rathscheck mit der Übernahme des mittelständischen Schieferproduzenten „Pizarras Castrelos S.A.“ weitere Ressourcen für die internationale Expansion.

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Schiefer-Ressourcen für mindestens drei Jahrzehnte: Mit Übernahme der „Pizarras Castrelos“ sichert sich Rathscheck zusätzliche Qualitäts-Lagerstätten in Nordspanien. Gemeinsam mit Vorbesitzer Herminio Blanco Remesal (rechts) begutachten die Rathscheck-Geschäftsleiter Frank Rummel und Andreas Jäger den modernen Übertage-Abbau im „Goldenen Tal“ (Valdeorras). Foto: Rathscheck

„Mit einer zusätzlichen Kapazität von rund 12 000 Tonnen pro Jahr – das entspricht der Dachfläche von etwa 2500 Einfamilienhäusern - können wir langfristig das Wachstum auf den europäischen Märkten fortsetzen“, betonten die beiden Rathscheck-Geschäftsleiter Andreas Jäger und Frank Rummel bei der Vertragsunterzeichnung in Madrid. Zu „Pizarras Castrelos“ gehört neben einer großflächigen Übertage-Lagerstätte mit „erstklassigen Schiefer-Qualitäten“ (Rummel) ein technisch hochqualifizierter Verarbeitungsbetrieb. Dort werden von rund 90 Mitarbeitern Schiefersteine für Dach und Wand in verschiedensten Formaten und Stärken vornehmlich für die Märkte in Frankreich, Luxemburg, Belgien und Dänemark hergestellt. Künftig will Rathscheck bei „Castrelos“ auch Spezialanfertigungen für den deutschen Markt produzieren lassen.

Bereits vor fünf Jahren hat Rathscheck mit der „Grupo Cafersa“ einen der bedeutendsten spanischen Schieferproduzenten mit Sitz im „Goldenen Tal“ (Valdeorras) erworben. In Galicien finden sich die weltweit umfangreichsten oberirdischen Schiefervorkommen, die erst im Laufe der vergangenen fünf Jahrzehnte erschlossen wurden. Die Vorkommen reichen bis tief in die Erde – bei der Erschließung neuer Untertage-Lagerstätten kann Rathscheck dabei auf hundertjährige Erfahrung im Bergbau zurückgreifen, denn das Unternehmen wurde bereits 1793 gegründet. In Mayen gewinnt Rathscheck im Moselschiefer-Bergwerk Katzenberg in bis zu 360 Metern Tiefe das edle Naturprodukt. In Deutschland und Spanien beschäftigt das Unternehmen künftig rund 530 Mitarbeiter. Gestärkt wird auch der Standort Mayen: Dort weiht Rathscheck im Sommer die neue Firmenzentrale ein.

Mit dem Ausbau der eigenen Produktion erweitert sich das Angebots-Portfolio: Neben den Schiefer-Klassikern und den Schiefer-Design-Steinen für die Dach- und Wandbekleidung liefert Rathscheck Lösungen mit Schiefer für die moderne Fassade, den Innenausbau sowie für den Garten- und Landschaftsbau. Rathscheck gehört zum Firmenverbund des Familienunternehmens Wilh. Werhahn KG in Neuss – und gilt als Wegbereiter für die Wiederbelebung des 400 Millionen Jahre alten Urgesteins auf dem Baumarkt: „Neue Designs, Investitionen in modernste Verarbeitungstechnik und die Zusammenarbeit mit kreativen Architekten haben das Material Schiefer aus der historischen Ecke geholt“, freuen sich die beiden Geschäftsleiter über den anhaltenden Trend zu natürlichen und zeitlosen Baumaterialien.

Letzte Aktualisierung: 04.06.2013