Recycling der anderen Art

80.000 m² in wenigen Monaten – dieser Aufgabe stellte sich die Firma Wierig bei der Sanierung zweier Hallen eines großen Logistikzentrums bei Germersheim. Abbruch und Neuaufbau nach Industriebaurichtlinie, Einbindung von Sheddächern und RWA-Technik sowie eine erschwerte Logistik – Arbeiten auf höchstem Niveau, wie der Beitrag zeigt.

Recycling der anderen Art
Aufgrund von Undichtigkeiten, insbesondere durch die Bahnenkontraktion in den Anschlussbereichen am Flachdach, war eine Sanierung zweier Lagerhallen eines Logistikzentrums unumgänglich. Fotos: Rockwool

Auf einer 1,7 Mio. m² großen Halbinsel im Rhein bei Germersheim befindet sich das Zentrallager eines großen Automobil-Herstellers. Das sogenannte Global Logistics Center bildet die Schalt- und Steuerzentrale der weltweiten Teilelogistik des Unternehmens. Die Flachdächer zweier großer Hallen auf dem Gelände zeigten Sanierungsbedarf und wurden 2014 umfassend erneuert. Dank einer gut geplanten Baustellenlogistik, die auch die Entsorgung und Recyclingzuführung der alten Dämmung umfasste, entstanden in kurzer Zeit hoch leistungsfähige neue Dachkonstruktionen, die sowohl den Wärmeschutzanforderungen der EnEV 2014 als auch den strengen Brandschutzkriterien der Industriebaurichtlinie entsprechen. Die Dimensionen sind beeindruckend: Insgesamt 80.000 m² Dachfläche wurden auf den beiden Hallen des Global Logistics Centers erneuert.

Das Flachdach des Gebäudes 10 besteht aus mehreren 40 m breiten und 135 m langen Dachflächen, bei Gebäude 30 beträgt die Länge rund 100 m, zwischen den Dachflächen finden sich shedförmige Lichtbänder. Hinzu kamen kleinere Betondachflächen.

Sanierung bei laufendem Betrieb

Das umfassende Monitoring aller Gebäude der Daimler AG empfahl, die Dächer der beiden 1989 und 1990 errichteten Logistikhallen zu erneuern beziehungsweise zu optimieren.

Andreas Gebing

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Letzte Aktualisierung: 10.06.2015

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