Reetbund weitwerfen auf der Insel

Die Niedersächsischen Reetdachdecker waren einer Einladung ihrer Kollegen aus England gefolgt, die den Informationsaustausch in der Nähe von Southampton, im New-Forrest Nationalpark in einer Feriensiedlung ausgerichtet hatten.

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Höhepunkt der England-Reise der niedersächsischen Dachdecker war ein Wettstreit im Reetbund Weit- und zielwerfen. Fotos: Junker

Die Kommission der Reetdachdecker in England hatte ein abwechslungsreiches und interessantes Programm für die knapp 100 Gäste zusammengestellt, die aus Schweden, Dänemark, Holland, Südafrika, Japan und Deutschland angereist waren. Ein Schwerpunkt der Vorträge war die Eindeckung mit Stroh. In einem Freilichtmuseum waren mehrere kleine Dachstuhlmodelle zur Ansicht und zum Ausprobieren aufgestellt und vorbereitet worden. Die englischen Kollegen zeigten und erklärten, wie ein Dachstuhl mit Stroh eingedeckt werden kann. Wer wollte konnte tatkräftig mithelfen. Doch gerade bei dem First war jedem Teilnehmer nach ein paar Versuchen klar, dass auch hier das Motto gilt „Übung macht den Meister“, bis alle Kniffe, Techniken und Tricks sicher beherrscht werden.

Anschließend stand der Punkt „Presentations and News from around the ITS“ auf dem Programm. Hier wurden die Probleme der Strohernte im Bezug auf das regnerische Wetter in England erläutert. Die Teilnehmer aus Südafrika berichteten von Problemen mit Schädlinge und Pilzen. Am letzten Abend gab es dann einen mit viel Humor begleiteten Wettstreit im Reetbund Weit- und zielwerfen. Die Gastgeber jubelten, weil sie die Weitwurfdisziplin für sich entscheiden konnten. Die Niederlande konnte das Zielwerfen für sich entscheiden. Bei den Damen flogen die Bunde bei einer zierlichen Japanerin am weitesten. Auf erstauntes Nachfragen erklärte sie, dass Sie schon seit Jahren als Reetdachdeckerin arbeiten würde.

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