Rendezvous von rund und eckig

Die Assoziation an ein liegendes Rohr ist nur ein Hingucker eines neuen Bürokomplexes. Einige weitere anwendungstechnische Ideen in der Titanzinkfassade – wie die markanten Bullaugen– plante und baute die Mathias Dörr GmbH.

Rendezvous von rund und eckig
Die runde Form des Bauleiterbüros mit Mannschaftsräumen veranschaulicht die Tätigkeit des Unternehmens im Rohrleitungsbau. Foto: Rheinzink

In vielen modernen Gewerbestandorten muss man schon sehr genau die Firmenschilder lesen, um die Branche des jeweiligen Unternehmens zu erfahren. Nicht aber bei der Tecoba GmbH, wo das markante Gebäude in Form eines liegenden Zylinders die Tätigkeit als Ingenieurbüro und Dienstleister für den Rohrleitungsbau schon von Weitem erkennen lässt.

3 Monate Vorbereitung

Weniger offenkundig sind die vielen planerischen Ideen und technischen Raffinessen, die in der komplett runden Titanzinkfassade mit ihren ungewöhnlichen Bullaugen im Untergeschoss sowie den markanten Gauben darüber stecken. „Wir haben schon in der Planungsphase intensiv und in einer tollen Atmosphäre mit dem Architekten und der Fachberatung des Titanzinkbekleidungs-Herstellers zusammengearbeitet“, erinnert sich Mathias Dörr, der mit seiner Baublechnerei aus Teningen-Nimburg die Bekleidung ausgeführt hat. „Stunden über Stunden haben wir zusammengesessen, um gemeinsam realisierbare Details für die spannende Architektur zu entwickeln. Rund ein Vierteljahr hat allein die Festlegung der Logistik und der Abläufe, inklusive des Modellbaus für die Bullaugen, gedauert.“

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Dacheinteilung als Schlüssel zum Erfolg

Es handelt sich um einen nicht hinterlüfteten Dach- bzw. Fassadenaufbau, weshalb Mathias Dörr seinen Aufbau mit der strukturierten Trennlage begann. Das Strukturgeflecht mit unterseitiger diffusionsoffener Unterspannbahn führt etwaige Feuchtigkeit zwischen Unterkonstruktion und Deckung sicher ab und schützt speziell die sehr flach geneigten Dachbereiche im oberen Teil der Rundung vor Staunässe.

In unteren Bereich steigen die Neigungen auf über 90°, sodass die Schare quasi an der Unterkonstruktion hängen. Der Architekt setzte deshalb auf das Clipfix-System des Herstellers. Die hohe Belastbarkeit dieser Kombination aus neu entwickelten Fest- und Schiebehaften mit speziellen korrosionsgeschützten Schrauben erlaubt eine statisch definierte und besonders sichere Befestigung.

Den ausführlichen Beitrag lesen Sie in DDH 12.2015

Letzte Aktualisierung: 19.06.2015