Rettungstraining wird oft unterschätzt

Überraschendes Ergebnis einer Umfrage des Höhen- und Absturzsicherungsexperten Capital Safety in seinem Hamburger Trainingszentrum: Einem Viertel von insgesamt 50 befragten Höhenarbeitern und Teilnehmern eines Rettungstrainings ist nicht bewusst, dass Arbeitgeber rechtlich dazu verpflichtet sind, regelmäßig Trainings dieser Art durchführen zu lassen.

Capital Safety
Rettungsübung im Hamburger Trainingszentrum für Höhenarbeit von Capital Safety. Foto: Capital Safety

Dabei können Berufsgenossenschaften Bußgelder bis zu einer Höhe von 10.000 Euro verhängen, wenn Unternehmen hier nachlässig handeln. Hinzu kommen Haftungsrisiken einem verunglückten Mitarbeiter gegenüber, wenn die vorgeschriebenen Unterweisungen und Trainings nicht nachweisbar stattgefunden haben.

„Höhenarbeiter haben das Thema ‚Rettung‘ naturgemäß etwas weniger auf dem Schirm – wer befasst sich schon gerne mit einem Unglücksszenario?“, sagt Stefan Haase, County Manager Deutschland, Österreich und Schweiz bei Capital Safety. „Es ist aber wichtig zu wissen, dass es einen rechtlichen Anspruch darauf gibt, an Rettungstrainings teilzunehmen, und dass diese sehr sinnvoll sind.“

Eine Rettungsaktion kann über Leben und Tod entscheiden. Die Umsetzung fängt bereits mit der Gefahrenanalyse an. Dabei spielt die Höhe oft gar nicht die entscheidende Rolle – schließlich kann sich ein Arbeiter bereits bei einem Sturz aus einem Meter Höhe schwer verletzen. Es gilt, für jede Arbeitssituation mögliche Gefahrenquellen zu identifizieren, entsprechende Sicherheitsvorkehrungen zu treffen und für den Fall der Fälle bereit für eine Rettung zu sein.

Letzte Aktualisierung: 27.08.2015