Ausstiegsfenster: Rettungsweg mit Ausblick

Sie verbinden den Komfort eines Wohndachfensters mit lebensrettender Funktionalität: Moderne Ausstiegsfenster funktionieren im alltäglichen Gebrauch wie gewöhnliche Dachfenster und sind mit dem kompletten Zubehörprogramm kombinierbar.

Rettungsweg mit Ausbilck
Oft stellt sich bei Dachgeschosswohnungen die Frage, wo der zweite Rettungsweg angeordnet werden kann. Ein Wohnsicherheitsausstieg bietet die Möglichkeit, im Notfall evakuieren zu können und Wohnkomfort zu gewährleisten. Foto: Roto

Bei Wohnungen, Praxen und ähnlich genutzten Gebäudeeinheiten müssen nach Vorgabe der Musterbauordnung (MBO) in jedem Geschoss mindestens 2 voneinander unabhängige Rettungswege ins Freie vorhanden sein. Für Einheiten, die nicht zu ebener Erde liegen, also beispielsweise ausgebaute Dachgeschosse, muss der erste Rettungsweg über eine Treppe führen, der zweite allerdings kann eine „weitere notwendige Treppe oder eine mit Rettungsgeräten der Feuerwehr erreichbare Stelle der Nutzungseinheit sein“. Eine solche Stelle kann beispielsweise ein Dachfenster sein, allerdings muss es dafür gewisse Vorgaben erfüllen – die Eignung als Rettungsweg gemäß § 37 Abs. 5 sowie des § 33 Abs. 2 der Musterbauordnung.

Rechtliche Vorgaben

Im Klartext heißt das, die Fenster müssen im Lichten mindestens 0,90 m × 1,20 m groß sein und dürfen nicht höher als 1,20 m über der Fußbodenunterkante angeordnet sein. Und noch ein Punkt ist zu beachten: Handelt es sich hierbei um Dachfenster, so darf ihre Unterkante oder ein davor liegender Austritt von der Traufkante nicht mehr als 1 m entfernt liegen. Sind diese Vorgaben erfüllt, so sind Dachfenster – unter Berücksichtigung etwaiger weiterer Anforderungen der Landesbauordnungen – als zweiter Rettungsweg geeignet. Die baulichen Gegebenheiten, wie zum Beispiel die Einbauhöhe des Wohnsicherheitsausstiegs oder die geforderte Erreichbarkeit durch die Rettungsgeräte der Feuerwehr, sind hierbei immer von der jeweiligen Einzelsituation abhängig und gesondert zu prüfen. Moderne Wohnsicherheitsausstiege, wie zum Beispiel der WSA R8 von Roto, erreichen in der Größe 11/14 eine Öffnungsweite von 125 cm und eine lichte Öffnungsbreite von 105 cm. Sie erfüllen damit alle rechtlichen Vorgaben und sind zudem wie ein reguläres Wohndachfenster nutzbar.

Die Öffnungsmechanik mit obenliegendem Drehpunkt bietet viel Kopffreiheit und freien Zugang zum Fenster. Der Einhandgriff unten für alle Fensterfunktionen und eine 4-fach-Zentralverriegelung machen den WSA im alltäglichen Gebrauch zu einem vollwertigen Wohndachfenster mit all den Komfortmerkmalen, die man von einem modernen Dachfenster erwarten kann, bis hin zur Niedrigenergieverglasung mit einem Uw-Wert von bis zu 0,80 W/m²K. Zusätzlich zu der normalen Funktionalität ist das Fenster mit einer Ausstellmechanik ausgestattet, die eine pneumatische Öffnung über Gasdruckfedern ermöglicht. Dies gewährleistet im Notfall einen schnellen und gefahrlosen Ausstieg. Darüber hinaus ist der WSA durch praktische Einstellmöglichkeiten auch nachträglich an jede Einbausituation anpassbar und für Dachneigungen von 20 bis 65 Grad, mit Aufkeilrahmen sogar ab 15 Grad, verwendbar.

Den ausführlichen Beitrag lesen Sie in DDH 12/2014.

Letzte Aktualisierung: 25.06.2014