Sanierung macht Schule

Bei den Arbeiten am Dach des Bundesbildungszentrums des Zimmerer- und Ausbaugewerbes in Kassel sanierte die Kühne GmbH insgesamt 36 Teildachflächen. Vom Walmdach über Sheds bis hin zu flach geneigten Bereichen war alles dabei. Genau richtig, um den Azubis einige Praxisbeispiele am Objekt zu präsentieren.

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Zerklüftet zeigt sich die Dachlandschaft des Bundesbildungszentrums in Kassel. Unter den neuen Wellplatten sorgt eine 160 mm dicke Steinwolledämmung für zeitgemäßen Wärmeschutz. Wartungswege garantieren einen sicheren Zugang auf die Dächer. Fotos: Rockwool

Das Bundesbildungszentrum des Zimmerer- und Ausbaugewerbes in Kassel steht für praxisorientierte und theoretisch fundierte Aus-, Fort- und Weiterbildungsangebote. Seine Kurskonzepte richten sich an Auszubildende, Gesellen sowie an Unternehmer, Architekten und Ingenieure. Gelehrt und gelernt wird in mehreren Werkstatthallen sowie in zahlreichen Schulungs- und Seminarräumen. Das Wachstum des Bildungszentrums lässt sich gut an seinen unterschiedlich alten Gebäudeteilen ablesen.

Aus- und Weiterbildung auf 13.000 m²

Die Historie des Bundesbildungszentrums reicht zurück bis in das Jahr 1927, als die ersten Zimmerergesellen beim Reichsinnungsverband des Zimmerhandwerks (spätere Reichsfachschule; ab 1954 Bundesfachschule des Deutschen Zimmerhandwerks) ausgebildet wurden. Das heute auf dem rund 13.000 m2 großen Grundstück vorzufindende Gebäudeensemble entstammt zu einem großen Teil den 1980er-Jahren. Damals entstanden etwa fünf Werkstatthallen, eine modern ausgestattete Maschinenhalle, mehrere Schulungsgebäude sowie der 1980 bis 1983 errichtete Hauptkomplex des Bundesbildungszentrums. Für die Sanierung bestens mit den verschiedenen Gebäudeteilen vertraut machte sich das Team um Michael Kühne und Thomas Becker, Geschäftsführer der Kühne GmbH aus Kassel. Gemeinsam mit Dachdeckermeister Dirk Flörke von der Kühne GmbH waren sie für die Sanierung sämtlicher Dachflächen verantwortlich. „Das Bundesbildungszentrum wurde immer wieder erweitert. Neue Gebäude wurden errichtet, Anbauten ergänzt. 2003 kam die Dachdeckerhalle als letzter Gebäudeabschnitt hinzu. Es ging also nicht um die energetische Ertüchtigung der Dachkonstruktion für einen zusammenhängenden und homogenen Gebäudekomplex, sondern um die Bearbeitung unterschiedlicher Dachkonstruktionen und -geometrien. Das machte unsere Aufgabe anspruchsvoll und spannend zugleich“, erklärt Dirk Flörke. Nicht zuletzt die gute Zusammenarbeit zwischen dem SSP Planungsbüro, den GGS Architekten, dem Bundesbildungszentrum und dem Team der Kühne GmbH selbst hat für einen reibungslosen Ablauf und schnellen Baufortschritt gesorgt.

36 Einzelflächen – von flach bis steil

Von oben betrachtet zeigt sich die gewachsene und unterschiedlich strukturierte Dachlandschaft. Große Sheddächer werden von kleineren Flachdachbereichen abgelöst. Markant ist zudem das große Walmdach des Seminar- und Weiterbildungsbereichs. Insgesamt mussten 36 einzelne Dachflächen von insgesamt rund 5.500 m2 saniert werden und einen zeitgemäßen Wärmeschutz erhalten. Ausgenommen blieb nur das Dach der 2003 errichteten Dachdeckerhalle. Bereits die Demontage der alten Dacheindeckungen erforderte eine vorausschauende Planung und sorgsames Arbeiten, wie Kühne-Geschäftsführer Michael Kühne berichtet: „Die meisten Dächer hatten eine alte Eindeckung aus Asbestwellplatten, die fachgerecht nach TRGS 519 rückgebaut und entsorgt werden mussten. Dabei mussten wir darauf achten, dass so wenig Staub wie möglich entsteht, der in die Dachkonstruktionen oder sogar in die Unterrichtsräume hätte eindringen können“, so Becker. Unter der Eindeckung fanden die Dachdecker erwartungsgemäß auf den verschiedenen Gebäudeabschnitten ganz unterschiedliche Aufbauten. Die ältesten Gebäude verfügten über keinerlei Dämmung. Dort wurde nur die alte Traglattung und Holzschalung entfernt.

Matthias Becker

Den kompletten Beitrag lesen Sie in DDH 10.2018.

Letzte Aktualisierung: 24.05.2018

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