Schneewaage qualifiziert sich für Industriepreis

Zur Halbzeit der Hannover Messe zeichnete der Huber Verlag für Neue Medien am 6. April 2011 die besten Industrie-Lösungen mit dem Preis 2011 aus. Der Preis steht diesjährig unter der Schirmherrschaft des DTAD - Deutscher Auftragsdienst. Gekürt werden die innovativsten Produktentwicklungen und Marktneuheiten von Industrie-, Zulieferer- und Dienstleistungs-Unternehmen.

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In der Kategorie Forschung und Entwicklung hat sich die Schneelastwaage der Firma Freudlsperger für die Top 10 der Industrie Bestenliste qualifiziert. Fotos: Freudlsperger

Die Expertenjury, bestehend aus Professoren, Wissenschaftlern, Fachjournalisten, Branchen- und Industrie-Experten, bewertete alle eingereichten Produkte nach festgelegten Kriterien wie Innovationsgehalt oder Produktnutzen.

Rainer Kölmel, Geschäftsführer Huber Verlag für Neue Medien und Initiator des INDUSTRIEPREIS, über die Auszeichnung 2011: "Wir gratulieren herzlich allen Kategoriesiegern, aber auch den Nominierten. Sie haben sich verdient gegen rund 500 Lösungen durchgesetzt, auch wenn der Jury die Wahl oft nicht leicht fiel. Alle ausgezeichneten Lösungen können sich auf die Fahnen schreiben, dass sie durch ein unabhängiges Fachgremium als beste Lösung ihrer Kategorie ausgezeichnet wurden. Diese Qualifikation ist ein vertrauensbildender Vorteil gegenüber Konkurrenten. Wir sind stolz, dass wir mit dem INDUSTRIEPREIS zahlreichen Unternehmen die Chance bieten können, ihre innovativen Lösungen einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen."

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Die Waage kann direkt auf dem Dach positioniert werden.

Die Firma Freudlsperger in Neuötting hatte das Unglück in Bad Reichenhall zum Anlass genommen, ein geeignetes Instrumentarium zu entwickeln, um die Schneelast auf Hallendächern zu ermitteln. Entstanden ist daraus die sogenannte Schneelastwaage. Idealerweise wird die Waage direkt auf dem Dach positioniert, um einen möglichst realistischen Wert zu erhalten. Die gewonnenen Daten werden auf einen Monitor im inneren des Gebäudes übermittelt und können dort jederzeit aktuell abgelesen werden. Eine Begehung des Daches ist somit im Normalfall nicht nötig. Bisher war es sehr problematisch für die Verantwortlichen, die tatsächliche Schneelast auf den Dächern richtig einzuschätzen, da es kein geeignetes Messinstrument dazu gab.

Die tatsächliche Belastung durch den Schnee ist schwer zu ermitteln, da Pulverschnee, Nassschnee und Eis eine völlig unterschiedliche Dichte besitzen. Das Schneegewicht kann daher also stark variieren. Z.B. 10 cm frisch gefallener Pulverschnee wiegen etwa 10 kg/m², 10 cm Nassschnee kann bis zu 40 kg/m² wiegen und eine 10 cm dicke Eisschicht wiegt bis zu 90 kg/m². Allein von der Schneehöhe auf das Schneegewicht zu schließen, geht also nicht. Zur Ermittlung der Schneelast auf dem Dach musste bisher sehr aufwändig mit einer Ausstechvorrichtung ein Bohrkern über die gesamte Schneehöhe entnommen werden und nach dem Wiegen daraus die Last pro m² errechnet werden. Vorallem bei vereisten Dachflächen gestaltet sich dies mitunter schwierig, zeitaufwändig und teils gefährlich.

Letzte Aktualisierung: 03.05.2011