Sicher am Rhein

Gutes Wetter, volle Auftragsbücher und die Restbestände von Sturm „Friederike“ – die Bedingungen für Europas größte Dachdecker- und Zimmerermesse Ende Februar waren nicht ideal. Aber das kennt man ja schon am Rhein. Dennoch zeigte sich, dass Köln ein gutes Pflaster für die Messe bleibt.

Messeblitz DACH+HOLZ 8
Mit Spaß dabei: Besucher testeten die Arbeitssicherheitsprodukte mit sportlicher Note. Fotos: DDH

So strömten rund 45.000 Besucher in die vier Hallen und das Freigelände der Koelnmesse und informierten sich über die neuen Produkte und Serviceleistungen.

Sichern kann Spaß machen

Messeschwerpunkt war das Thema Arbeitssicherheit. In Zusammenarbeit mit der Berufsgenossenschaft BG BAU und den Trägerverbänden ZVDH und Holzbau Deutschland fand eine Sonderschau zur Arbeitssicherheit inklusive begehbaren Dachstuhls und interaktiven Parcours statt. So konnten Fachbesucher viele neue Sicherheitssysteme auf der Messe testen und die Produkte unter die Lupe nehmen. Peter Aicher, Präsident Holzbau Deutschland: „Gemeinsam mit den Dachdeckern zeigten wir an unserem Modell Flagge. Wir hoffen, dass diese Aktion dazu beiträgt, dass künftig noch mehr Dachdecker und Zimmerer für die Sicherheit sensibilisiert werden.“ Sicherheit war auch ein Schwerpunkt am Stand von DDH : Unter dem Motto „RM Rudolf Müller – besser planen, besser bauen, besser handeln“ präsentierte sich in Halle 6 erstmalig die Rudolf Müller Mediengruppe mit neuem Logo. Punkt 10 Uhr versammelte sich eine Gruppe interessierter Dachdecker und Zimmerer und ging in Begleitung unserer Fachredakteure die Messestände ab, die sich mit Arbeitssicherheit beschäftigten. Am Donnerstag war sogar eine ganze Schulklasse dabei. Dachdecker- und Zimmerermeister Lukas Schmellenkamp: „Mir hat der Rundgang sehr gut gefallen. Die Vorträge waren informativ, gut verständlich und nicht hektisch vorgetragen. Ich hoffe – aus eigenen Erfahrungen –, dass das Thema Arbeitssicherheit künftig auf der DACH+HOLZ International gesetzt ist und dass vielleicht künftig noch mehr Schulklassen an den Rundgängen teilnehmen. Wenn das schon früh von den Azubis gelebt wird, ist das Themas Sicherheit später eine Selbstverständlichkeit.“

Mountainbike von der Decke

Hingucker auf dem Messestand von DDH war ein Mountainbike, dass von der Decke schwebend schon jetzt Appetit auf unser beliebtes MTB-Adventure machte und verlost wurde. Wer der glückliche Gewinner ist, erfahren Sie auf unserer Facebook-Seite. Neben den gängigen Dachbaustoffen standen Serviceangebote zu digitalen Produkten und Apps im Mittelpunkt der Aussteller. BIM (Building Information Modeling) ist bei vielen Dachdeckern immer noch eher theoretischer Ansatz als praktische Durchführung. Ein paar Aussteller zeigten Lösungsansätze, mit denen Unternehmer ihre Prozesse und Planungen optimieren können. Dagegen ist das Thema Drohnen viel konkreter. Führerschein, Versicherung und Haftung – momentan gibt es viele Fragen dazu. Die vorwiegend aus dem Start-up-Bereich kommenden Unternehmer informierten über die interessanten Möglichkeiten für Dachdecker.

Drohnen konkreter als BIM

Zum Beispiel das Angebot von Airteam, das exakte Aufmaße von Dächern liefert . Dachdecker müssen sich bei diesem Angebot weder mit Drohnenhardware, -software noch mit den teils komplizierten Aufstiegsregelungen in Deutschland auseinandersetzen. Eine Sonderschau im Forum ergänzte die Angebote. Und auch wenn der Trend zur Digitalisierung erfreulich ist – das Dachdeckerhandwerk hat leider seit Jahren ganz andere (Nachwuchs-)Sorgen.

Johannes Messer

Den kompletten Beitrag lesen Sie in DDH 04.2018.

Letzte Aktualisierung: 02.03.2018

Kommentar verfassen:

captcha