Sicherheit von Anfang an

Arbeitssicherheit, Winddichtheit, DIN 18531 und die Flachdachrichtlinie: Das Programm der Fachtechnischen Tagung ließ keine technischen Fragen unberührt. Den Gewinn des Fassadenpreises der „Nordrheiner“ teilten sich zwei Dachdecker in der Kategorie Gewerbebau.

ZDH 0718 Fachtechnischer Tag Aufmacher_preview
Gespannte Aufmerksamkeit: Rund 180 Teilnehmer folgten den Referaten und Diskussionen beim Fachtechnischen Tag Nordrhein in Rheinbach. Fotos: DDH

Rund 180 Teilnehmer kamen ins schöne Waldhotel nach Rheinbach, das vierte Mal hintereinander. Und wieder blieb Platz im Vortragssaal unbesetzt. Aus aktuellem Anlass gaben die Veranstalter den Teilnehmern diesmal vorab eine Botschaft mit auf den Weg: „Bleiben Sie als Dachdecker fei, unabhängig und werden Sie kein Verlegemeister der Industrie. Sie wissen, was Ihre Arbeit wert ist“, mahnte DDM und KM Franz-Josef Rossbroich. Grußworte kamen auch von Eckhard Behm, Obermeister der Dachdecker-Innung Bonn/Rhein Sieg. Die Vorteile der Mitgliedschaft bei einer Innung betonte in diesem Zusammenhang Moderator DDM Josef Rühle, Geschäftsführer Technik des ZVDH, der den ersten Redner DDM Michael Zimmermann begrüßte.

Der ZVDH-Vizepräsident gilt seit Jahren als Bauphysik-Experte. Anschaulich und temperamentvoll schilderte er die Risiken und Nebenwirkungen bei diffusionsoffenen Dampfbremsen im Neubau. „Kondensatbildung ist zur Züchtung von Schimmelpilzen nicht notwendig“, sagt Zimmermann. Eine Zusammenfassung seiner Beiträge finden Sie unter der Rubrik Bauphysik . „Wir sind Köche, keine Kellner“ — mit diesem Appell des ZVDH-Präsidenten Dirk Bollwerk, verbunden mit der Forderung die Eigenständigkeit des Gewerks zu bewahren, schloss Zimmermann seinen Vortrag. Der Rheinland-Pfälzer erhielt großen Applaus von den nordrheinischen Dachdeckern.

Sicherheit im Kopf

Arbeitsschutz und die praktische Anwendung war ein Schwerpunkt der diesjährigen DACH+HOLZ International. DDH veranstaltete einen viel beachteten Messerundgang zum Thema Arbeitssicherheit. Doch wie sieht die Sicherheit im Kopf aus? Was bedeutet das Thema für Mensch und Betrieb? DDM Martin Weihsweiler, Vorstandsmitglied im DDV Nordrhein, Mitglied im Fachausschuss Umwelt-, Arbeits- und Unfallschutz des ZVDH, gab einen emotionalen Überblick über die Schwachstellen bei den Betrieben. Andächtig lauschten die Dachdecker seinem Vortrag. „Letztes Jahr hatten wir 30 Prozent mehr Arbeitsunfälle. Wenn wir das nicht reduzieren, dann erhalten wir einen neuen Gefahrtarif - dann wird es teuer. Wir brauchen nicht mehr Vorschriften, wir brauchen ein anderes Denken. Und das geht nur mit mehr Verantwortung. Das Thema Sicherheit muss stärker in die Ausbildung herein und das meine ich praxisbezogen und keine theoretischen Ankreuz-Tests“, betonte Weihsweiler.

Esser & Noppeney und Dauber gewinnen

Eine Tradition fand nach der Mittagspause ihre Fortsetzung – die Verleihung des Fassadenpreises des DDV Nordrhein. Dipl.-Ing. DDM und KM Andrea Schulte-Täumer, Vorsitzende des Öffentlichkeitsausschusses und Geschäftsführer Thomas Schmitz übergaben für 2017 diesmal zwei Preise in der Kategorie Gewerbebau. Zum einen an die Firma Esser & Noppeney und an das Unternehmen Dauber aus Wuppertal.

Johannes Messer

Den ausführlichen Beitrag lesen Sie in DDH 07.2018.

Letzte Aktualisierung: 14.03.2018

NEU: Ratgeber Schäden digital


Schäden und ihre Lösungen beschreiben Sachverständige, Dachdeckermeister und Industrievertreter in diesem Ratgeber.