Solar: Und es rechnet sich doch

Der Modulhersteller Panasonic hat durch eine Auswertung von Solarstromanlagen, die seit mindestens zehn Jahren in Betrieb sind, ermittelt, dass die Module noch überdurchschnittlich hohe Solarerträge erzeugen. Zur Veranschaulichung stellt das Unternehmen, das 2012 die Photovoltaiksparte mit der Modulmarke HIT des Elektronikkonzerns Sanyo übernahm, zehn Solarstromanlagen vor. Einige davon haben in ihrem zehnten Betriebsjahr mit die höchsten Erträge.

Panasonic
Nach zwölf Jahren erzeugt die PV-Anlage im englischen Gloucestershire immer noch so viel Solarstrom wie in ihrem ersten Betriebsjahr. Foto: Panasonic

Acht der Anlagen befinden sich in Deutschland, zwei in England. Betrachtet wurden Photovoltaikanlagen zwischen ein und 34 Kilowatt Leistung: in unterschiedlichen Regionen, mit idealer Bausituation, also unverschattet und mit optimaler Ausrichtung, aber auch mit weniger optimalen Gegebenheiten. Bei den Anlagen in Deutschland handelt es sich um Volleinspeiseanlagen. Das heißt, der Strom wird nicht selbst verbraucht, wie es heute der Fall wäre, sondern komplett in das öffentliche Netz eingespeist.

Die Anlage in Chelsfield in Großbritannien zeigt, dass auch die ersten Generationen der Solarmodule langfristig hohe Erträge bringen können. In der Anlage mit nur sechs Modulen und 1,14 kW Leistung, die 2004 in Betrieb ging, sind die kleinsten Module aus der Serie verbaut.

Der Ertrag im Jahr 2015 war der vierthöchste Jahresertrag in der zwölfjährigen Betriebszeit.

Erwirtschaftet werden sollen die Solarerträge durch eine besondere Zelltechnologie. Die Heterojunction-Technologie (Heteroübergangstechnik), die von Sanyo-Forschern entwickelt wurde, stellt eine Verbesserung gegenüber der klassischen monokristallinen Zelle dar. Bei den Modulen HIT wird ein dünner monokristalliner Siliziumwafer von einer hauchdünnen amorphen Siliziumschicht umhüllt. Dieser soll die Verluste an den Zellgrenzen reduzieren.

„Mit einer Photovoltaikanlage können Hausbesitzer langfristig Stromkosten einsparen, und sie leisten einen Betrag zum Umweltschutz“, sagt Shinichiro Ishihara, General Manager Solar Europe bei Panasonic. „Auch zum Erreichen der Energiewende-Ziele sind Solarstromanlagen nach wie vor notwendig: Der von der Bundesregierung angestrebte Zubaukorridor von 2,5 Gigawatt im Jahr wurde auch 2016 wieder deutlich unterschritten.“

Letzte Aktualisierung: 03.02.2017