Sommerhitze verpflichtet

Der Sommer ist da und mit ihm teilweise anstrengende Hitzezeiten auf der Baustelle. Damit die Sommerhitze die Gesundheit nicht gefährdet, haben Dachdecker-Unternehmen einige Pflichten, um ihre Mitarbeiter zu schützen.

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Vorsicht vor der Sonne. Klettert das Thermometer auf über 30 Grad, sind Maßnahmen, um die Belastung der Arbeitnehmer zu reduzieren, laut ASR für Arbeitgeber verpflichtend. Ab 35 Grad Raumtemperatur spricht man dann von einer sogenannten Hitzearbeit – hier werden dann spezielle Schutzvorkehrungen nötig. Foto: DDH

Im Gegensatz zu Schülern haben Arbeitnehmer kein Recht auf Hitzefrei ab einer bestimmten Außentemperatur. Dennoch gibt es einige rechtliche Regelungen für Arbeitgeber, um ihre Mitarbeiter vor Hitze und den gesundheitlichen Folgen zu schützen. § 4 des Arbeitsschutzgesetzes (ArbSchG) schreibt Arbeitgebern beispielsweise vor, die Arbeitsstätte so zu gestalten, dass eine Gefährdung für Leben und Gesundheit möglichst vermieden wird. Zusätzlich müssen sie laut § 5 ArbSchG in Verbindung mit § 3 der Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) eine Gefährdungsbeurteilung durchführen und in der Folge geeignete Maßnahmen zum Schutz der Belegschaft ergreifen. Konkreter werden die technischen Regeln für Arbeitsstätten (ASR): Sie besagen unter anderem, dass die Lufttemperatur in Arbeits- und Sozialräumen 26 Grad nicht überschreiten soll (ASR A3.5, Punkt 4.3 Abs. 2). „Ansonsten sind die Räume mit geeigneten Sonnenschutzmaßnahmen auszustatten, um die Gesundheit der Belegschaft zu schonen und beispielsweise einem Kreislaufzusammenbruch vorzubeugen“, so Dr. Dominic Herrmann von der Nürnberger Versicherung. Klettert das Thermometer auf über 30 Grad, sind Maßnahmen, um die Belastung der Arbeitnehmer zu reduzieren, laut ASR für Arbeitgeber verpflichtend. Ab 35 Grad Raumtemperatur spricht man dann von einer sogenannten Hitzearbeit – hier werden dann spezielle Schutzvorkehrungen nötig.

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Letzte Aktualisierung: 05.06.2019