Steil trifft flach

Die erste Braas-Wolfin-Verbundschulung „Steildach trifft auf Flachdach“ fand Anfang März 2016 in der Braas-Akademie in Heusenstamm/Hessen statt.

Verbundschulung Wolfin Braas
Praxisteil der Schulung: Lernen am Modell in den Schulungsräumen der Braas-Akademie in Heusenstamm. Foto: HS/Wolfin

Zimmerer- und Dachdeckermeister Thomas Fehl war Dozent und Trainer für den Steildach-Part. Den Flachdach-Part übernahm Dachdeckermeister Georg Schriever, Technischer Berater bei Wolfin. 13 Dachhandwerker informierten sich über der Grundbegriffe im Wärme- und Feuchteschutz kennen und erfuhren, wie sie die Auswahl von Produkten professionell umsetzen und welche Verlegeeigenschaften zu beachten sind. Schriever erklärte die möglichen Flachdachaufbauten anhand von Schnitten und vermittelte, welche Aufbauten für die Ausführung einer Gaube möglich sind.

Nach dem Theoriepart setzten die Dachhandwerker die Anforderungen an die Abdichtung der Gaube in der Praxis um. In der Praxishalle der Braas-Akademie errichteten sie ein vollständiges Dachmodell mit einer Hauptdachneigung von 35°. Darin eine Gaube mit einer Neigung von 5° mit einer Dachrandabschlusshöhe von 5 cm und einer Anschlusshöhe zum Steildach von 10 cm. Hier ließ sich die Problemstellung Flächenübergang vom wasserdichten Flachdach zum wasserableitenden Steildach exemplarisch durchexerzieren. Damit die Wasserableitung im kritischen Dachknickbereich funktioniert – darauf wies Braas-Trainer Thomas Fehl explizit hin – spielt die Neigung des Steildaches eine große Rolle. Von ihr hängt ab, ob der Dachdecker mit Bohlen und einem Lüftungselement arbeiten kann. Denn diese Aufgabe kann stattdessen auch eine Kiesfangleiste aus Verbundblech übernehmen. Die Kunststoff-Dach- und Dichtungsbahnen können auf der Gaubendachfläche sowohl vollflächig verklebt als auch mechanisch befestigt verlegt werden. 

Letzte Aktualisierung: 27.07.2016

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