Tabuzone Wohnzimmer

Die Mayener Meisterwoche lockte Ende Januar rund 560 Besucher in die Dachdecker-Metropole. Neben der Digitalisierung von Baustellen und den eigenen Marketingmöglichkeiten standen insbesondere Technikthemen wie der Gelbdruck zur Fachregel Abdichtung oder der bauliche Brandschutz im Fokus.

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Dialog und Diskussion im Austausch mit den Referenten – ein gewohnt und gewünschtes Bild bei den Mayener Meisterwochen. Foto: DDH

„Trotz der aktuell vielen Termine in der Dachdecker-Branche und dem guten Wetter sind Sie angereist und der Einladung nach Mayen gefolgt. Dies zeigt, wie wichtig der Termin für Sie ist. Freuen Sie sich auf 3 spannende Tage mit einem Vortragsmix zu aktuellen Themen aus Recht und Technik“, so DDM und Dipl.- Ing. Ulrich Sparrer, Vorsitzender des Berufsbildungswerks des Deutschen Dachdeckerhandwerks zur Mayener Meisterwoche 2016 in seiner Eröffnungsrede.

Aktuelles aus der Verbandsarbeit

Den Auftakt der Vortragsreihe übernahm Rechtsanwalt Ulrich Marx, Hauptgeschäftsführer des ZVDH mit einem Bericht über die aktuelle Arbeit des Zentralverbandes des Deutschen Dachdeckerhandwerks. Um das Positive vorwegzunehmen: in einer im 3. Quartal 2015 zusammengefassten Umfrage des ZVDH fallen die Geschäftsaussichten für das kommende Jahr mehrheitlich positiv aus.

Welche Auswirkungen die Flüchtlingswelle auf das Baugeschehen habe, lasse sich derzeit noch nicht absehen. Viel interessanter sei allerdings die Frage nach möglichen Chancen von qualifizierten Mitarbeitern – auch vor dem Hintergrund der großen Nachwuchs-Problematik. Laut Umfrage des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) möchten 80 % der Flüchtlinge die deutsche Staatsbürgerschaft. Rund 90 % wollen wieder oder weiterhin arbeiten. Möglichkeiten für Dachdeckerbetriebe bieten sich zum Beispiel mit einer Praktikumsstelle, um festzustellen ob ein gegenseitiges Interesse besteht. Dabei muss es sich allerdings um eine echte Praktikumsstelle handeln, mit allen Rechten und Pflichten, so Marx abschließend.

Gelbdruck FR Abdichtung – strittig aber logisch

Dachdeckermeister und Bachelor of Enginiering Tobias Backhaus, Technischer Berater des ZVDH, informierte im Anschluss über den Gelbdruck der Fachregel Abdichtungen. Um ein angemessenes Qualitätsniveau auf dem Stand der Technik zur Erfüllung eines Werksvertrages zu garantieren, wurde der komplette Inhalt kritisch hinterfragt. Der aktuelle Gelbdruck ist somit eine notwendige und gelungene Weiterentwicklung des Regelwerks. Neben der Verbesserung zur Handhabung und Anwenderfreundlichkeit der Fachregel wurden insbesondere diverse technische Anforderungen angepasst. Backhaus ging auch auf die Frage ein: Wie zu beurteilen ist, dass es künftig mit der Fachregel für Abdichtungen und der DIN 18531 zwei Werke gibt, die in ihren Aussagen stärker als bisher auseinander liegen. „Wenn Sie die Fachregel einhalten erfüllen Sie nach aktuellem Entwicklungsstand auch die DIN 18531 – mehr noch, Sie arbeiten nach den tendenziell höheren Anforderungen“, so Backhaus.

Brigitte Latsch, Michael Zenk

Den gesamten Beitrag lesen Sie in DDH 05.2016

Letzte Aktualisierung: 23.02.2016

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