Typische Fehler von Unternehmensseiten Teil I: Der Weg zur besseren Website

Langweilig, nichtssagend und altbacken – so präsentieren sich viele Unternehmensseiten im Internet. Auch technisch und bei der Konzeption lauern Fallstricke. Lesen Sie hier und in der nächsten Ausgabe, wie man typische Fehler vermeidet und es besser macht.

Websitetipps
Fehler auf der eigenen Website lassen sich vermeiden, wenn man einige grundlegende Dinge beachtet. Foto: Riemenschneider

Bereits bei der Wahl der Web-Adresse (Domain), unter der man eine Website (Web-Präsenz) erreichen kann, lauert die erste Fehlerquelle. Zu lange Adressen oder Adressen mit vielen Umlauten, Bindestrichen oder Ziffern provozieren Tippfehler. Je kürzer, prägnanter und eingängiger die Webadresse ist, desto besser. Eingebürgert hat sich eine Tätigkeitsbezeichnung, gefolgt vom Firmen- oder Familiennamen – oder umgekehrt. Da aber „Dachdecker-Spengler“ zu lange ist, bietet sich beispielsweise „www.meier-dach.de“ oder „www.dacharbeiten-meier.de“ an. Da aber häufig vorkommende Namen oft schon vergeben sind, muss man sich manchmal etwas einfallen lassen – zum Beispiel: „www.mit-meier-gut-bedacht.de“. Wichtig ist in jedem Fall ein eigener Domainname – und nicht etwa eine Sub-Domain, wie sie insbesondere Anbieter kostenloser Domainadressen bieten. So ist beispielsweise „www.anbietername.de/dachdecker-meier.de“ einfach zu lang und sieht unprofessionell aus.

Konzeptionelle Fehler

Damit sind wir schon beim nächsten Fettnäpfchen: bei der Wahl des Host-Providers (auch: „Webhoster“), der den Betrieb einer eigenen „Homepage“ ermöglicht und Speicherplatz für die Onlinepräsentation bietet. Da man mit ihm eine längerfristige geschäftliche Beziehung eingeht, von seiner Zuverlässigkeit abhängig ist und ein „Umzug“ einer Website zu einem anderen Webhoster mit Aufwand verbunden ist, sollte man die Wahl sorgfältig treffen. Wichtige Auswahlkriterien sind neben den Kosten die Bandbreite (Geschwindigkeit), der nachrüstbare Speicherplatz auf dem Server des Providers sowie die Möglichkeit, mehrere E-Mail-Adressen einrichten zu können (siehe auch Provider-Vergleiche, zum Beispiel: www.hosting-tarife.com oder www.hostsuche.de).

Zu den weiteren konzeptionellen Entscheidungen gehört die Frage, ob man sich für eine konventionelle Website oder eine alternative Präsentationsform entscheidet – etwa einen Blog, denn das bestimmt die Wahl der Werkzeuge. Ein Blog (Kunstwort aus „Web“ und „Logbuch“) ist eine Art Tagebuch, bei dem der „Blogger“ in chronologischer Reihenfolge aktuelle Inhalte einstellt. Ursprünglich als persönliches Onlinetagebuch konzipiert, haben sich Blogs mittlerweile zu einer interessanten Alternative auch für Unternehmen entwickelt, die Informationen möglichst tagesaktuell verbreiten möchten. Auch eine Präsentation in Form einer eigenen Seite in sozialen Netzwerken, wie etwa Facebook, kann eine Alternative sein. Ist die eigene Website endlich fertig, machen viele den nächsten Fehler: Sie überlassen sie ihrem Schicksal. Eine Webseite zu erstellen reicht aber nicht aus, um von potenziellen Kunden und Geschäftspartnern gefunden zu werden. Geschicktes Onlinemarketing, sinnvolle Schlagwörter für eine bessere Positionierung bei Suchanfragen und andere Optimierungsmaßnahmen tragen dazu bei, das Ranking bei Suchmaschinen zu verbessern und Besucherzahlen zu steigern. Webstatistik-Analysen zeigen an, welche Bereiche von Besuchern aufgesucht werden und welche eher uninteressant sind. So lässt sich der Unternehmensauftritt sukzessive optimieren.

Marian Behaneck

Lesen Sie den gesamten Artikel in DDH 15.2015.

Letzte Aktualisierung: 11.08.2015