Übereinstimmung in vielen Themen

Ende Februar waren der Vorstand und drei Mitglieder der Jugendorganisation des Landesinnungsverbands des rheinland-pfälzischen Dachdeckerhandwerks zu Gast bei der CDU-Landtagsfraktion im rheinland-pfälzischen Landtag. Die Dachdecker diskutierten aktuelle Themen vor Ort.

Landesinnungsverband Rheinland-Pfalz zu Gast bei der CDU-Landtagsfraktion
Mitglieder des Landesinnungsverbands Rheinland-Pfalz diskutierten mit Politikern über die Folgen der elektronischen Dienstleistungskarte aus.
Foto: LIV Rheinland-Pfalz

In einem Gespräch mit mehreren Abgeordneten der Fraktion tauschten sich die Dachdecker zu der in der Handwerksorganisation sehr kritisch gesehenen Richtlinie zur Einführung einer elektronischen Dienstleistungskarte durch die Europäische Kommission sowie zur gesellschaftlichen Bedeutung des Handwerks aus. In den besprochenen Punkten konnte eine inhaltliche Übereinstimmung festgestellt werden. So stellte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Dr. Adolf Weiland, fest: „Wir sind uns in der Analyse der Situation einig. Jetzt geht es vor allem darum, gemeinsame Lösungs- und Umsetzungswege zu erarbeiten.“ So darf die mögliche Einführung einer EU-Dienstleistungskarte weder die bewährten Strukturen der Selbstverwaltung im Handwerk, noch die in der Handwerksordnung verorteten Qualitätsgrundsätze zum Schutz des Verbrauchers unterlaufen. Auch die praktische Umsetzung der Prüfung von Voraussetzungen zur Erteilung einer solchen Karte muss den komplexen Lebenssachverhalten und europäisch heterogenen Rechtslagen gerecht werden. Hierzu sind kurze Prüffristen und Genehmigungsfiktionen zu Lasten des Verbrauchers gänzlich ungeeignet. Die gesellschaftliche Bedeutung des Handwerks wurde von allen Gesprächsteilnehmern herausgehoben. Um das Handwerk zukunftsfest zu machen, sei es besonders wichtig, auf den sich verschärfenden Fachkräftemangel zu reagieren. Durch umfassende Berufsinformation können junge Menschen frühzeitig die Ausbildung finden, die wirklich zu ihnen passt. Das ist in vielen Fällen eben nicht die akademische, wie die hohe Zahl der Studienabbrecher belegt. Darin, dass hier bereits früh angesetzt werden muss und auch eine Sensibilisierung der Lehrer an allgemeinbildenden und weiterführenden Schulen nötig ist, waren sich die Gesprächsteilnehmer einig.

Letzte Aktualisierung: 02.03.2018

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