Übergang vom Sattel- zum Mansarddach

Bei der Sanierung von Steildächern ist der Übergang vom Sattel- zum Mansarddach aus bauphysikalischer Sicht ein kritischer Punkt. Bei einem denkmalgeschützten Objekt in Mehlhorn löste DDM Galla die Situation wie bei einer Mauerkrone am Satteldach – mit gekappten Sparren.

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Rund 240 m² Dachfläche sanierte DDM Galla mit seinem Team. Unter den neuen Rundschnittbibern sorgen 160 mm dicke PU-Aufsparrendämmplatten für zeitgemäßen Wärmeschutz. Fotos: Linzmeier

Für viele Bauherren bestehender Immobilien ist die energetische Sanierung mit einer Aufsparrendämmung in Kombination mit einer Zwischensparrendämmung die richtige Lösung. Dabei steigt allerdings die Bauteilstärke durch die zusätzliche Dämmung über den Sparren und das Erscheinungsbild des Altbaus ändert sich. Mit einer geschickten Planung und Ausführung sowie effizienten Dämmstoffen, die schon mit geringer Stärke eine hohe Dämmwirkung ermöglichen, lassen sich dennoch denkmalgeschützte Gebäude und komplexe Dachgeometrien mit einer Aufsparrendämmung versehen.

Referenzen und der gute Ruf geben den Ton an

Zu den Spezialisten auf diesem Gebiet gehört die Dachdeckerei Galla im mittelfränkischen Lauf-Simonshofen, die mit zwölf Mitarbeitern rund 24 größere Dachsanierungen pro Jahr ausführt. Das Gros der Aufträge kommt dabei von privaten Bauherren, hin und wieder saniert die Firma auch Gewerbeobjekte. Zu den Mitarbeitern gehören neben acht Dachdeckern ein Zimmermeister, ein Zimmerergeselle und zwei Flaschner, sodass das Unternehmen sämtliche Gewerke auf dem Dach übernehmen kann. Kunden akquiriert man in Lauf- Simonshofen in erster Linie über das persönliche Gespräch.

Manche finden die Dachdeckerei über die Website, manche über Kontakte auf Messen. Viele kommen über Baustellen, Referenzobjekte und die Empfehlung zufriedener Kunden. So auch die Besitzerin eines Objekts in Mehlhorn, die durch eine Sanierung in Behringersdorf auf die Dachdeckerei aufmerksam geworden war. Hier hatte ihr besonders gefallen, dass die Dachdecker die Aufsparrendämmung wegen ihres schlanken Aufbaus optisch sehr gut kaschieren konnten.

Juniorchef Alexander Galla: „Sie war von dieser Sanierung so angetan, dass sie bei ihrem Altbau auf jeden Fall das gleiche System einsetzen wollte – und die gleiche Dachdeckerei. So kam das Projekt ins Rollen.“ „Projekt“ heißt in diesem Fall eine komplette Dachsanierung inklusive Nebengewerken wie Fenster, Kamineinfassung und Blechnerarbeiten. Eine Fassadensanierung stand in diesem Fall nicht an.

Sattel- und Walmdach aus einem Guss

Zu den besonderen Aufgaben, die Alexander Galla im Rahmen seiner Detailplanung lösen musste, gehörten bei Haus Mehlhorn der Übergang zwischen Sattel- und Mansarddach, optisch gelungene und funktionierende Anschlüsse einer großen Dachgaube an die Dachkonstruktion und die Kaschierung der Dämmung an den Hausgiebeln. Aufgabenstellung Nummer eins löste der Dachdeckermeister streng nach Herstellervorgabe: „Prinzipiell konnte man die Situation zwischen Sattel- und Mansarddach ähnlich betrachten wie den Anschluss eines auf einer Mauerkrone aufliegenden Satteldaches, bei dem die Sparren im Zuge der Sanierung nicht gekappt werden.“


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Analog zu dieser Situation dämmten die Dachdecker also zunächst die Sparrenzwischenräume des Satteldaches mit passend zugeschnittenen Dämmkeilen auf den Sparrenauflagern. Durch Kompribänder stellten sie den luftdichten Anschluss zwischen Dämmkeilen, Sparren und Auflagern her, verbleibende Hohlräume schäumten sie aus. So vermieden sie Wärmebrücken und Hinterströmungen im Bereich des Dachübergangs.

Den Anschluss der penibelst verlegten, luftdichten Ebene stellten sie durch eine Schaumraupe und Kompriband her. Dabei dient die Schaumraupe der Vermeidung von Wärmebrücken, während das Kompriband den eigentlichen luftdichten Anschluss herstellt.

Joachim Mohr

Den kompletten Beitrag lesen Sie in DDH 05/2019.


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Letzte Aktualisierung: 11.03.2019