Vertriebskonzepte für das Solargeschäft

Gerade im Goldenen Herbst denken Hausbesitzer wieder über die Möglichkeit nach, Sonnenenergie direkt in elektrische Energie mittels Solarzellen umzuwandeln. Doch lohnt die Investition in die - zumindest in der Anschaffung - teuren Photovoltaikanlagen?

Immerhin sank die Vergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) zum 1. Juli 2010 um 16 Prozent. Die staatliche Hilfe für Solarparks auf Ackerflächen entfiel sogar ersatzlos. Und nun wurde der Hahn erneut zugedreht: Lag die Vergütung für eine Aufdachanlage der Größenordnung bis 30 kWp seit 1. Juli 2010 bei 34,05 ct/kWh, wurde diese zum 1. Oktober erneut um 1,02 ct/kWh gestrichen.

"Lohnt sich das noch?", fragt sich angesichts dieser Einschneidungen der Laie, der gerade beim beratungsintensiven Thema Solarenergie auf die Kompetenz seines mittelständischen Fachhändlers für Bauen und Renovieren vertraut.

"Unbedingt", sagt Volkmar Debus, Leiter des Arbeitskreises Solar der Kooperation Eurobaustoff. Schon aus Eigeninteresse haben dessen Mitglieder aus dem Kreis der 500 Fachhändler für Bauen und Renovieren, diesen Markt langfristig auf Attraktivität überprüft. "Unabhängig von allen politischen Entscheidungen ist und bleibt dieses Geschäftsfeld ökonomisch und ökologisch wertvoll, da Bundesbürger zwei Möglichkeiten der Photovoltaik-Förderung haben", betont Debus: Zum einen wird die Einspeisung von Solarstrom ins öffentliche Stromnetz unterstützt. Zum anderen gibt es Geld für die eigene Nutzung des erzeugten Stroms. Wer also den auf seinem Dach erzeugten Solarstrom an den lokalen Energieerzeuger verkauft und ins öffentliche Netz einspeist, der erhält für 20 Jahre eine vom Anlagentyp abhängige, gesetzlich garantierte Vergütung (derzeit beispielsweise 33,03 Ct/kWh). Über einen der Stromanbieter kann dann günstiger Strom (ca. 20 Ct/kWp) für den eigenen Verbrauch bezogen werden. Variante II: Hausbesitzer nutzen den Strom selbst und erhalten zusätzlich garantierte Fördergelder.

"Wer in eine Solarstromanlage investiert, spielt selbst bei reduzierter Förderung seitens des Staates die Anschaffungs- und Betriebskosten also mit Sicherheit wieder ein" betont der AK Solar der Eurobaustoff. Der Anreizeffekt für die Selbstnutzung des generierten Stromes liegt dabei zwischen ca. 3,60 ct bis ca. 8,00 ct/kWh (abhängig vom Grad des Direktverbrauchanteils).

Soweit die Antwort auf die Frage nach der Wirtschaftlichkeit von Photovoltaikanlagen. Bleibt die Frage nach den kompetenten Marktpartnern. Hier hat sich die Eurobaustoff entschlossen, stärker auf die eigenen Kompetenzen zu vertrauen und zielführende Kooperations- und Industriepartner ins Boot zu nehmen. Zur erfolgreichen Umsetzung des Solargeschäftes sowohl für Indach- als auch Aufdachmodule entwickelt der AK Solar dazu Marketing- und Produktkonzepte, die nicht zuletzt den Privatkunden einbeziehen werden. Denn hier, so mehren sich die Stimmen seitens der Industrie, bei den Kleinanlagen liegt die Zukunft.

Weitere Informationen zu Förderkriterien des Staates unter www.bundesnetzagentur.de und zum Thema generell unter www.solarserver.de

Letzte Aktualisierung: 22.12.2015