"Vollgas für das Dachhandwerk"

"Vollgas für das Dachhandwerk" hieß im letzten Jahr. "Vollgas" hieß es auch bei der DEG Dach-Fassade-Holz eG. Entgegen der Anfang 2011 aufgestellten Plandaten, die als Folge des Auslaufens des Konjunkturpaketes II, der Wohnungsbaumisere und der leeren Staatskassen für die Verantwortlichen nichts Gutes verhießen, fiel am Ende des Jahres 2011 die Bilanz der DEG außerordentlich positiv aus.

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Vorstand und Aufsichtrat der DEG. Fotos: DEG

"Wir blicken auf das beste Betriebsergebnis in der 65-jährigen Geschichte unseres Unternehmens zurück. Besser als dieses Jahr kann es eigentlich nicht laufen", fasste Aufsichtsratsvorsitzender Markus Happe am Freitag (27. April) auf der im Kurhaus Bad Hamm tagenden Generalversammlung zusammen. Mit 220,4 (Vorjahr 184,8) Millionen Euro Gesamtumsatz konnte der genossenschaftlich organisierte Großhandel für Meisterbetriebe aus dem Dachdecker-, Klempner- und Zimmererhandwerk das Rekordergebnis aus 2010 noch einmal um 19,3 Prozent überbieten. "Wir können zufrieden auf ein positives Jahr für unsere Genossenschaft zurückblicken", lautete das Fazit von Vorstandssprecherin Edith Weerd und ihrem Vorstandskollegen Andreas Hauf auf der gut besuchten Versammlung. Damit ist die DEG Dach-Fassade-Holz eG wirtschaftlich gestärkt in das von den Vereinten Nationen ausgerufene "Internationale Jahr der Genossenschaften 2012" gegangen.

Was die 1.381 (1.318) Mitglieder der Einkaufsgenossenschaft mit Sitz in Hamm und 20 Standorten in Nordrhein-Westfalen, im nördlichen Hessen und südöstlichen Niedersachsen freuen dürfte: Auch die Ertragssituation ihres Unternehmens stellt sich mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 4,0 Millionen Euro positiv dar. "Ausschüttung einer Warenrückvergütung von 3,8 Prozent vom Mitgliederumsatz und einer Dividende von 5,0 Prozent" lautete daher der Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat der DEG für die Verwendung des Jahresgewinns. Erwartungsgemäß stimmten die Mitglieder diesem Antrag zu. Insgesamt rund 7,7 Millionen Euro werden damit den Konten der Mitglieder gutgeschrieben.

Unterdessen richten sich Pläne, Hoffnungen und Erwartungen der Anteilseigner bereits voll auf das Geschäftsjahr 2012. "Unsere Anstrengungen werden sich weiter in die stetige Entwicklung unserer Zweigniederlassungsstandorte bewegen. Eine konsequente Marktbearbeitung mit einem kompetenten und motivierten Mitarbeiterstamm, vor dem Hintergrund einer modernen Logistik, steht für uns im Fokus", erklärte Edith Weerd. Impulse für weiteres Wachstum erwartet die DEG vor allem aus den Bereichen Photovoltaik, solarer Wärmeerzeugung und Holz. Für 2012 ist die Fertigstellung des Neubaus in Göttingen als Ersatzstandort für Bovenden geplant.

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Aufsichtsratsvorsitzender Markus Happe.

Nach dem Bericht vom stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden Ulrich Erhardt über die Tätigkeit des Aufsichtsrats und über die gesetzliche Prüfung stellte die Generalversammlung den Jahresabschluss 2011 fest. Vorstand und Aufsichtsrat wurde ebenso einstimmig Entlastung erteilt. Bei den Wahlen zum Aufsichtsrat stellten sich Dirk Bollwerk (Rees) und Bernd Pries (Essen) zur Wiederwahl und bekamen für eine neue Amtsperiode das Mandat der Mitglieder. Für Laurenz Meyer (Hamm) zieht Werner Zuldner (Hückeswagen) neu in den Aufsichtsrat ein.

Für langjährige Treue zur Genossenschaft sprachen Aufsichtsratsvorsitzender Markus Happe und das Vorstandsduo Edith Weerd und Andreas Hauf in diesem Jahr folgenden Mitgliedern Dank und Anerkennung aus: Wilhelm Greven aus Krefeld (seit 60 Jahren Anteilseigner) sowie Heinrich Gerhard aus Meschede, Willy Rathmakers aus Wachtendonk und die Fa. Hablik aus Melsungen (jeweils seit 50 Jahren Anteilseigner). Darüber hinaus wurden 17 Mitglieder für 40-jährige und 14 Mitglieder für 25-jährige Zugehörigkeit zur DEG ausgezeichnet.

Gastvortrag von Prof. Dr. Ewald Wessling

Der abschließende Gastvortrag von Prof. Dr. Ewald Wessling stand unter dem Thema "Web 2.0: So profitiert Ihr Unternehmen vom digitalen Wandel". Der digitale Wandel in unserer Gesellschaft ob im Beruf oder im privaten Bereich sei nicht mehr aufzuhalten, stellte Wessling fest. Jetzt gelte es für jeden, diese Veränderungen für sich zu nutzen, meinte der Experte an die Zuhörer seines Vortrags gerichtet. Wesslings Fazit: Analog ist out, der digitalen Welt mit Twitter, Facebook und Co. gehört die Zukunft. Sein Tipp an die anwesenden Dachdecker und Zimmerer: Profilieren Sie sich in den Netzwerken im Internet mit ihren Angeboten und Dienstleistungen.

Letzte Aktualisierung: 16.05.2012