Waldkirchener Meistertage: Schweigen ist der falsche Weg

Neues im Regelwerk Abdichtungen, ein „Reset“ bei einem Dachdeckerbetrieb, Dokumentationspflichten und die richtige Ansprache bei Kunden: Die Referate der 39. Waldkirchener Meistertage machten deutlich: Ob beim Kunden oder bei den Mitarbeitern – die richtige Kommunikation ist überlebenswichtig.

Waldkirchener Meistertage DMS 2019 Mümmler und Reithmeier
Wie wichtig es ist, die Mitarbeiter mit einzubinden, erläuterten DDM Walter Mümmler und Unternehmensberater Herbert Reithmeir (rechts). Fotos: DDH

Im schneebedeckten Bürgerhaus Waldkirchen eröffnete DMS-Vorsitzender Heribert Schuck die 39. Meistertage 2019. Anspruchsvolle Kost gab es gleich zum Einstieg, konkret: Änderungen bei der Fachregel für Abdichtungen präsentierte Dipl.-Ing. Wolfgang Werner. Die meisten Abbildungen wurden vollständig überarbeitet, zum Beispiel Maßnahmen zur Gefälledämmung, starre Anschlussdetails und erstmals Details eines Anschlusses mit Flüssigabdichtung bei einer Flächenabdichtung aus Bahnenmaterial.

Reset-Knopf beim Dachdeckerbetrieb

Zwei alte Bekannte traten nach der Pause erstmals gemeinsam auf: Walter Mümmler und Herbert Reithmeir. Erstaunlich offen berichtete Mümmler, wie ihm 2016 Aufträge wegbrachen und der Kontostand runter ging. Der Dachdecker aus Erlangen bat den Unternehmensberater Reithmeir um Hilfe. Gemeinsam stellten sie seine Angebote um, erhöhten den Stundenverrechnungssatz und gestalteten einen Neu-Anfang. Am Donnerstagabend amüsierten sich die Dachdecker beim Empfangsabend in Erlauzwiesel im Restaurant am See.

Fritz Stockinger und Rudolf Bürdek starteten den Freitagmorgen mit einer Historie zu Flachdächern, über die Produktion von EPDM bei Carlisle und die Schwerpunkte des amerikanischen Unternehmens. Leider war der Werbeblock etwas zu lang.

Dokumentation: Aufwendig aber notwendig

Mit Absturzsicherung ging es nach der Pause weiter, Marcus Stoll von ABS-Safety vertrat seinen erkrankten Kollegen Sebastian Klenke. Überzeugend und praxisnah informierte Stoll über neue PSA-Systeme und die Dokumentation der Sicherungssysteme .

Mit Körper und Sprache zum Ziel, das war das Thema von Torsten Stoll, Schauspiel und Coach. Er hatte nach der Mittagspause ausreichend Zeit den Dachdeckern zu verdeutlichen, wie Körpersprache bei den Kunden wirkt. Zu Beginn noch etwas fahrig, steigerte sich Stoll immer mehr; vor allem in den Gruppenübungen erlebten die Teilnehmer, welche Signale der Körper bewusst und unbewusst senden kann. Mehr Bewegung gab es am Festabend im Bürgerhaus Waldkirchen, wo rund 150 Teilnehmer bei sehr gutem Essen bis in die frühen Morgenstunden mit der Band „Froschhaxn Express“ feierten.

Blasenbildung: Fachregel versus Realität

Fälle aus der Praxis, Holzbau durch Dachdecker, war das Thema von Dachdecker- und Zimmerermeister Wolfgang Schrapp aus Illertissen. Er erklärte, welche Fallstricke der Dachdecker vermeiden sollte, wenn er den Holzbau zum Geschäftsfeld ausbauen möchte. „Die Gefahr besteht, dass ich meine Grundkompetenz als Dachdecker vernachlässige. Also ist es sinnvoll, die Dinge strukturiert zu planen und mich vorab zu fragen: Habe ich das geeignete Personal?“, fragte Schrapp. Wie Bitumenbahnen richtig instand gesetzt werden sollten, erläuterte A. Ewald Kreuzer, Landesinnungsmeister Bayern. Blasenbildung an einer großen Industriehalle riefen den Sachverständigen auf den Plan. „Gehen Sie bei einer Schadensanalyse tief rein und schauen Sie sich die vorhandene Ausführung genau an“ mahnte Kreuzer.

Johannes Messer

Den kompletten Beitrag lesen Sie in DDH 04.2019.


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Letzte Aktualisierung: 28.01.2019