Weingut Dreissigacker: Trittfest am Hang

Weinberge, so weit das Auge reicht – und mittendrin gliedert sich das neue Produktions- und Präsentationsgebäude des Weinguts Dreissigacker. Auf 4.200 m² Dachflächen verlegte die Neuhofener Dachdeckerei Isobau einen trittfesten Flachdachaufbau inklusive PIR und mehrlagiger Bitumenabdichtung. Extensive Begrünungen und eine durchdringungsfreie Photovoltaikanlage sorgen für die perfekte Ökobilanz.

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Neubau in bester Hanglage: das Weingut Dreissigacker in Bechtheim. Bauaufgabe für die Firma Isobau: ein trittfester Dachaufbau, bituminös abgedichtet, darüber Gründach und Solar Fotos: Bauder

Das 1728 begründete Weingut Dreissigacker ist eines der führenden Qualitätsweingüter Rheinhessens. Auf einer Rebfläche von etwa 40 ha werden vorrangig Weißweine klassischer Rebsorten angebaut. Heute produziert das Weingut in vorbildlich nachhaltiger ökologischer Landwirtschaft natürliche, charaktervolle Weine.

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Da der Flachdachaufbau eine Begrünung einschließt, nutzte das Isobau-Team eine Elastomerbitumen-Schweißbahn mit integriertem Durchwurzelungsschutz.

Als Wachstum und Logistik mehr Raum forderten, plante Dreissigacker gemeinsam mit dem Büro Severain Architekten Wiesbaden ein ideales Produktions- und Präsentationsgebäude in den Bechtheimer Weinbergen – einen Ort von Qualität, Nachhaltigkeit und Charakter. In den Reben entstand ein 3.800 m² großes, zweigeschossiges und zu weiten Teilen in die Erde eingegrabenes Gebäude, das sich mit seinem dreiteiligen gestuften Dach trotz seines erheblichen Volumens behutsam in den Kulturraum eingliedert. „Durch diese Anordnung der Produktionsabschnitte in mehreren Ebenen auf verschiedenen Höhenlagen gelingt es, Traubensaft und Wein über ein natürliches Gefälle schonend von der Vorklärung bis zur Lagerung allein durch sein Eigengewicht fließen zu lassen, ohne dass dazu elektrische Pumpen eingesetzt werden müssen“, so Architekt und Projektleiter Reo Severain. Über 9 m auskragende Vordächer über den Toren zu Produktion und Lager schützen vor Witterungseinflüssen und zeigen Charakter.

Für eine nachhaltige Verarbeitung auf den 4.200 m² großen Flachdachflächen fiel die Wahl auf die Dachdeckerei Isobau GmbH. Nach geringfügigen Anpassungen und Absprachen mit dem Hersteller der Dachsysteme erhielten Isobau den Zuschlag bei der Ausschreibung. Der geschäftsführende Dachdeckermeister Michael Regenauer arbeitet seit vielen Jahren mit Bauder, der Neuhofener Betrieb ist TÜV-zertifiziert. „Wir bekommen Qualität aus einer Hand – das galt hier für Beratung und Berechnungen, für Abdichtung, Dämmung, Begrünung und die Photovoltaikanlage.“

Bituminös im Mittelpunkt

Die Dachkonstruktion aus nachwachsendem Baustoff wird durch bis zu 37 m lange Leimholzbinder getragen. Den Übergang am Auflagerpunkt zwischen Massivbauteilen und überstehendem Dachtragwerk bildet ein umlaufendes Fensterband, das den oberen Raumabschluss gestalterisch entkoppelt und die Holzkonstruktion bewusst in Szene setzt, um die Ansprüche an Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung des Bauherrn zu kommunizieren.

Die Dachflächen erhielten auf dem Holzuntergrund einen Dachaufbau aus einer Trenn- und Ausgleichslage aus Elastomerbitumen und eine Spezial-Elastomerbitumen-Dampfsperrschweißbahn. Darauf verklebten die Dachdecker eine effiziente PIR-Wärmedämmung und eine Gefälledämmung. Für den sicheren Abschluss folgte eine zweilagige, hochwertige und wurzelfeste Bitumenabdichtung.

Auf der oberen und der unteren Dachfläche wurde auf zusammen 1.500 m2 eine mehrschichtige extensive Begrünung aus Drän- und Wasserspeicherelement, Filtervlies und Vegetationstragschicht angelegt. Auf dem mittleren Dach verschweißten die Dachdecker auf der Abdichtung die durchdringungsfreie Unterkonstruktion für eine Photovoltaikanlage zur Deckung des eigenen Strombedarfs.

Holger Krüger

Den kompletten Beitrag lesen Sie in DDH 17.2019.

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Letzte Aktualisierung: 13.09.2019

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