Zahl der Azubis nimmt weiter ab

Das Dachdeckerhandwerk verliert auch weiterhin Auszubildende. Insgesamt befinden sich im Dachdeckerhandwerk 6.651 Personen zum Stichtag 01.01.2017 in der Ausbildung. Die Auszubildendenzahl hat sich damit gegenüber dem Vorjahr nochmals um 4,73 % reduziert. Das trifft auch bei den Neueinstellungen zum Herbst 2016 zu. Hier gibt es einen Rückgang von 3,70 %.

Die konkreten Zahlen und der direkte Vergleich mit dem Vorjahr belegen es. Mit insgesamt 6.651 Auszubildenden verzeichnet der Verband zum Stichtag 01.01.2017 einen Rückgang von 4,73 %. Das sind immerhin 0,86 Prozentpunkte weniger als im Vorjahr. Bedacht werden muss allerdings die bereits geringere Ausgangsbasis des Vorjahres. Ähnlich verhält es sich bei den Neueinstellungen. 2.236 Ausbildende, davon 31 junge Frauen, haben im Ausbildungsjahr 2016/2017 ihre Ausbildung im Dachdeckerhandwerk begonnen. Das sind 3,70 % weniger als 2015/2016, wo der Rückgang 4,60 % betrug.

Generell gilt diese Entwicklung für alle Ausbildungsjahre. Im unmittelbaren Vergleich zu den Vor­jahren stellt sich diese wie folgt dar:

2016/2017 2015/2016 2014/2015
1. Ausbildungsjahr -3,70% - 4,60 % - 7,03 %
2. Ausbildungsjahr - 3,09 % - 6,30 % - 4,23 %
3. Ausbildungsjahr - 4,31 % - 4,22 % - 8,90 %
4. Ausbildungsjahr - 30,04 % - 17,02 % - 4,91 %
1.-bis 4. Ausbildungsjahr - 4,73 % - 5,59 % - 6,64 %

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Der Vergleich zeigt, dass bei den Neueinstellungen durchweg Verbesserungen eingetreten sind. Leider gilt dies in den letzten beiden Jahren nicht für das dritte, vor allem aber für das vierte Ausbildungsjahr. Beim dritten Ausbildungsjahr hat sich aber der Wert sozusagen auf dem des Vorjahres stabilisiert.


Der Anteil der weiblichen Auszubildenden ist mit 1,26 % gegenüber 1,27 % im Vorjahr fast konstant geblieben und entspricht dem langjährigen Mittel. 84 weibliche Ausbildende belegen deutlich, dass der Dachdeckerberuf nach wie vor eine starke Männerdomäne ist, was er auch realistisch betrachtet bleiben wird, trotz aller Bemühungen, weibliche Auszubildende zu gewinnen.

Wie in jedem Jahr ist ein Blick auf die Entwicklung in den einzelnen Landesverbänden von besonderem Interesse. So haben von den 16 Landesverbänden drei Landesverbände eine positive Entwicklung zu vermelden, bei einem Landesverband stagniert der Wert. Die Zunahmen bewegen sich von + 9,64 % in Berlin, + 6,60 % in Mecklenburg-Vorpommern, + 3,18 % im Saarland bis + 0,00 % Sachsen-Anhalt.

In allen übrigen Landesverbänden ist das Ergebnis negativ. Dies dann von – 15,07 % in Brandenburg bis – 2,07 % in Sachsen. Bei den Neueinstellungen ergibt sich ein anderes Bild. Vier Landesverbände vermelden Zuwächse. Angeführt von Hamburg mit 27,27 % gefolgt von Thüringen mit 8,57 %, Berlin mit 7,59 % und Hessen mit 4,84 %. In allen anderen Landesverbänden konnte die Zahl der Neueinstellungen nicht gesteigert werden. Die stärksten Einbußen sind hier in Brandenburg mit 20,00 %, Baden-Württemberg mit 11,30 % und Sachsen mit 10,11 % zu verzeichnen.

Ausbildungszahlen nach Bundesländern
Die Ausbildungszahlen im Dachdeckerhandwerk nach Bundesländern. Tabelle: ZVDH

Letzte Aktualisierung: 12.01.2017

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