Zimmermann Bedachungen: „Wir sind dann mal weg“

Das sagten die 14 Dachdecker der Firma Zimmermann Bedachungen aus Ockenheim ihren Familien und ihren Kunden. „Wir pilgern auf dem Jakobsweg“.

Zimmermann Santiago de Compostela
Geschafft und angekommen in Santiago de Compostela: 14 Dachdecker gingen mit Senior-Chef Michael Zimmermann den Jakobsweg. Foto: Zimmermann Bedachungen

Und ob das nicht schon ungewöhnlich genug wäre. „laufen wir komplett in unserer traditionellen Zunftskleidung“. Die 14 zünftigen Dachdecker sorgten mit ihrem Outfit für entsprechendes Aufsehen auf dem Camino. Ständig wurden sie fotografiert, oder die Pilger wollten als Andenken mit ihnen zusammen fotografiert werden. „Unsere einheitliche Berufskleidung sorgte zusätzlich für ein besonderes Gruppenfeeling“ erklärte Juniorchef Kevin Zimmermann und ergänzte „Wir sind alle sehr stolz darauf Dachdecker zu sein und zeigen das auch gerne“. Von donnerstags bis montags, pilgerten die rheinhessischen Dachdecker ein Teilstück des Jakobswegs bis zum Pilgerziel nach Santiago de Compostela. „Ich war schon öfters auf dem Jakobsweg“ erklärte Seniorchef Michael Zimmermann und fügte hinzu: „aber die Idee hier als Firma zu pilgern kam von meinem Sohn. Wir wollten etwas Besonderes mit unserem Team unternehmen. Und wir wollten uns dabei auch bei jedem einzelnen für die großartige Zusammenarbeit bedanken“.

Wer es eilig hat, der geht am besten langsam

Mit dieser Idee wurden die beiden Geschäftsführer bei Ihrem Team vorstellig. „Von begeisternder Euphorie, vornehmer Zurückhaltung bis hin zur Skepsis war am Anfang alles dabei“ erzählt Kevin Zimmermann. Der Seniorchef berichtete von seinen Erfahrungen auf dem Camino und erklärte „Wir treffen uns am Morgen, laufen gemeinsam los und danach geht jeder sein eigenes Tempo und seinen eigenen Jakobsweg. Bei den Pausen und spätestens am Abend treffen wir uns dann alle wieder. Noch ein Tipp: wer es eilig hat, der geht am besten langsam“. So bildeten sich dynamisch Gruppen, die am Tage und auch während der gesamten Pilgertour immer wieder durchgemischt wurden. Dadurch entstand in kürzester Zeit ein reger Austausch zwischen den Mitarbeitern untereinander und der Geschäftsführung. Raus aus der Komfortzone, sich auf das Wesentliche konzentrieren und dabei besinnen auf was es wirklich ankommt. Das ist die Maxime des Jakobsweg. Der Weg ist anspruchsvoll und manchmal auch beschwerlich. Die 14 Dachdecker konzentrierten sich auch bei dem Gepäck nur auf das Wichtigste. Unnötiger Ballast wollte man im Rucksack erst gar nicht mittragen und wurde deshalb direkt zu Hause gelassen. Trotzdem dient die Reise dazu auch einmal die Seele baumeln zu lassen. „Den Camino geht jeder Pilger auf seine eigene Art und Weise. Aber als Pilger haben wir alle ein gemeinsames Ziel. Den gelben Pfeilen und Muscheln folgend treffen sich alle am Nordportal vor der Kathedrale in Santiago de Compostela“ erklärt der Seniorchef und sein Sohn fügt hinzu: „als dienstleistendes Bedachungsunternehmen haben alle in unserem Team auch ein gemeinsames Ziel. Wir wollen unsere Kunden begeistern und deren Wünsche erfüllen. Insofern gibt es zwischen unseren Baustellen und dem Jakobsweg durchaus einige Parallelen“.

Das Wetter meint es gut mit den Dachdeckern und zeigte dabei alle Facetten des Herbstes auf. Alle Mitarbeiter hielten durch und die sehr gute Stimmung wurde mit jedem Schritt noch besser. Die Ankunft in Santiago de Compostela war das Highlight schlechthin. Bereits in der Stadt wurden die 14 optisch auffälligen Dachdecker von den Einheimischen und den Pilgern überschwänglich begrüßt. Am Pilgerziel angekommen gratulierten sich die Handwerker noch einmal selbst und waren sich dabei alle einig. Hier gab es unglaubliche Momente und von dieser Reise wird jeder einzelne noch sehr lange zehren. Die beiden Dachdeckermeister mit dem Namen Zimmermann erklärten einhellig: „Die Stimmung und der Zusammenhalt bei uns waren vorher schon sehr gut. Aber diese Reise hat uns als Team noch enger zusammengeschweißt“.

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Letzte Aktualisierung: 26.09.2019