Zu Gast bei der FDP-Landtagsfraktion

Am 14.01.2020 war der Vorstand des Landesinnungsverbands des Dachdeckerhandwerks Rheinland-Pfalz zu Gast bei der FDP-Landtagsfraktion im rheinland-pfälzischen Landtag.

Gespräch mit der FDP-Landtagsfraktion Rheinland-Pfalz
V.l.n.r.: Steven Wink, Alexander Baldus, Johannes Lauer, Söhren Unverzagt, Cornelia Willius-Senzer, Karl-Christian Neger, Peter Mumbauer, Andreas Unger. Foto: LIV DDH RLP

Anfang des Jahres war der Vorstand des Landesinnungsverbands des Dachdeckerhandwerks Rheinland-Pfalz zu Gast bei der FDP-Landtagsfraktion im rheinland-pfälzischen Landtag. In einem Gespräch mit der Fraktionsvorsitzenden der FDP-Fraktion, Cornelia Willius-Senzer, MdL und dem wirtschaftspolitischen Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Steven Wink, MdL tauschten sich die Dachdecker zu den Themen „Verbesserung und Ausweitung von Berufsorientierungsmaßnahmen“, zur aktuellen Ausbildungssituation im Dachdeckerhandwerk sowie zum Thema „Entsorgungsproblematik“ aus. Die gesellschaftliche Bedeutung des Handwerks wurde von allen Gesprächsteilnehmern herausgehoben. Um das Handwerk zukunftsfest zu machen, sei es besonders wichtig, auf den sich verschärfenden Fachkräftemangel zu reagieren. In diesem Zusammenhang ist vor allem auf die Stärkung der Berufsorientierung in Richtung Handwerk als wichtiger Baustein hingewiesen worden. Durch umfassende Berufsinformation können junge Menschen frühzeitig die Ausbildung finden, die wirklich zu ihnen passt. Das ist in vielen Fällen eben nicht die akademische, wie die hohe Zahl der Studienabbrecher belegt. Darin, dass hier bereits früh angesetzt werden muss und auch eine Sensibilisierung der Lehrer an allgemeinbildenden und weiterführenden Schulen nötig ist, waren sich die Gesprächsteilnehmer einig.

Beim Thema „aktuelle Ausbildungssituation im Dachdeckerhandwerk“ konnte von Seiten des Landesverbands berichtet werden, dass es zum 01.01.2020 sowohl bundesweit als auch in Rheinland-Pfalz einen erneuten Anstieg bei der Zahl der Auszubildenden im Dachdeckerhandwerk in allen drei Ausbildungsjahren gibt. Bei der Gesamtzahl der Auszubildenden (deutschlandweit) hat das Dachdeckerhandwerk um 6,81 % gegenüber dem Vorjahr zugelegt. Zum 01.01.2020 befanden sich (deutschlandweit) insgesamt 7.228 Auszubildende in der Ausbildung zum Dachdecker/in. In Rheinland-Pfalz befanden sich zum 01.01.2020 450 junge Menschen in der Ausbildung zum Dachdecker/in. Das entspricht einem Zuwachs von 4,65% gegenüber dem Vorjahr.

Beim Thema „Entsorgungsproblematik“ sprachen die Teilnehmer über den Engpass von Deponien und Verbrennungsanlagen in Rheinland-Pfalz. Es bestand Einigkeit darin, dass es in keinem Interesse sein kann, dass zu hohe Entsorgungskosten im Endeffekt dazu führen, dass Verbraucher sich gegen eine energetische Sanierung ihres Daches entscheiden. Ebenso darf ein Entsorgungsengpass nicht dazu führen, dass eine „Vermüllung“ der Landschaft durch illegale Entsorgungen stattfindet. Zum Abschluss des Gesprächs zeigte sich Landesinnungsmeister Johannes Lauer erfreut darüber, „dass die Auffassungen des Dachdeckerhandwerks in der Politik geteilt werden und Offenheit für gemeinsame Lösungsansätze bestehe. Diese müssen aber auch umgesetzt werden. Politik und Handwerk müssen an einem Strang ziehen“.


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Letzte Aktualisierung: 21.01.2020