Zurück zum Ursprung

Bei der Rekonstruktion eines über 100 Jahre alten Hauses in Behringsdorf nutzte DDM Galla eine historische Skizze als Vorlage. Um den geänderten Nutzungsanforderungen gerecht zu werden, verbaute der Innungsbetrieb zusätzlich eine Aufsparrendämmung, die unsichtbar im Gesamtaufbau verschwindet.

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Grate, Kehlen, Rundungen – bei der Sanierung des über 100 Jahre alten Wohnhauses rekonstruierte das Galla-Team viele Details nach dem Vorbild einer alten Skizze. Fotos: Linzmeier

Wie sich eine nachträglich aufgebrachte Aufdachdämmung präsentiert ohne dabei das ursprüngliche Erscheinungsbild des Gebäudes zu beeinträchtigen, lässt sich gut am Beispiel eines zweigeschossigen Wohnhauses im fränkischen Behringersdorf verdeutlichen. Die Bauherren legten bei der Sanierung großen Wert auf eine Rekonstruktion des ursprünglichen Zustandes. Denkmalschutzauflagen waren zwar nicht zu beachten, wohl aber eine historische Zeichnung nebst Schwarz-Weiß-Fotografie, die das Gebäude kurz nach seiner Erstellung im Jahr 1910 zeigt.

Schwarz-Weiß-Foto als Vorlage

Das Wohnhaus in Behringersdorf befindet sich seit seiner Erbauung in Familienbesitz. In den 70er Jahren wurde es mit Faserzementplatten bekleidet, was das ursprüngliche Erscheinungsbild stark verfälschte. 2016 wollten die Erben das Gebäude wieder in den ursprünglichen Zustand zurückversetzen lassen, nachdem der Vater verstorben war. Wichtig war dem Bauherrn weiterhin ein möglichst hoher, KFW-förderfähiger Energiestandard, der sich nur durch eine Dachdämmung, eine Fassadendämmung und neue Fenster erreichen ließ. Mit den Sanierungsarbeiten beauftragte der Bauherr die Dachdeckerei Galla aus Lauf-Simonshofen. Der Innungsbetrieb führt mit insgesamt 12 Mitarbeitern etwa 24 größere Dachsanierungen im Jahr aus. Das Gros der Aufträge kommt dabei von privaten Bauherren, hin und wieder saniert die Firma auch Gewerbeobjekte. Zu den Mitarbeitern zählen neben acht Dachdeckern ein Zimmermeister, ein Zimmerergeselle und zwei Flaschner, so dass das Unternehmen sämtliche Gewerke auf dem Dach übernehmen kann. Dass Interessenten die Dachdeckerei direkt ansprechen, ist durchaus der übliche Weg. Laut Geschäftsführer Walter Galla kommen praktisch alle Kunden über Mundpropaganda durch den gute Ruf in der Region. Diesen Ruf führt der Dachdeckermeister vor allem auf die Erfahrung und Referenzen seines Unternehmens mit Sanierungen zurück: „Wir sind dafür bekannt, dass wir denkmalgeschützte Häuser behutsam rekonstruieren. Wobei ein diese Projekte immer wieder eine neue Herausforderung sind.“

Luftdichte Anschlüsse Hand in Hand

Bei Komplettsanierungen arbeitet Galla mit dem Stuckateur-Meisterbetrieb Lombardia aus dem mittelfränkischen Lauf zusammen – eine Kooperation, die schon seit zwei Jahrzehnten reibungslos funktioniert, weil beide Firmen ein gut aufeinander eingespieltes Team bilden. Das macht sich unter anderem positiv bemerkbar, wenn es um die luftdichten Anschlüsse an den Schnittstellen beider Gewerke geht.

Letztere sind bei einer Sanierung selten Routine. Dies um so mehr, wenn es um ein so facettenreiches Gebäude wie in Behringersdorf geht, das unter anderem einen Dacherker, ein abgestuftes Walmdach und einen Turm aufweist, dessen Boden teilweise an die Außenluft angrenzt. Vergleichsweise einfach war der Anschluss zwischen Dacherker und Dachfläche. Hier wurde eine Dampfsperre, welche die Dachdecker als luftdichte Ebene unter der 160 mm dicken Aufdachdämmung verlegt hatten, luftdicht mit einer Foliebahn zwischen Fassadendämmung und Außenwand verklebt.

Joachim Mohr

Den kompletten Beitrag lesen Sie in DDH 19.2017

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