ZVDH begrüßt Vorstoß zur Förderung von Sanierungsmaßnahmen

Das Bauministerium will eine Teilsanierung von alten Häusern steuerlich fördern, dazu gehören neue Fenster, umweltfreundliche Heizungen oder eine bessere Dämmung. Beschlossen werden solle dies vom Klimakabinett am 20. September

ZVDH_Präsident Dirk Bollwerk
ZVDH-Präsident Dirk Bollwerk. Foto: ZVDH

Zur Finanzierung sei laut CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt eine Klimaanleihe geplant, die mit einer staatlich garantierten Rendite von zwei Prozent pro Jahr und einer Laufzeit bis 2030 von der Kreditanstalt für Wiederaufbau ausgegeben werde.

Der Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH) begrüßt den Vorstoß aus dem Seehofer-Ministerium, sieht aber raschen Handlungsbedarf: „Seit Jahren nun ist die Förderung der energetischen Gebäudesanierung im Gespräch. Seit Jahren ist bekannt, dass Wohngebäude der Baujahre 1949 bis 1979 den höchsten Energieverbrauch aufweisen – und seit Jahren passiert nichts. Wenn bis 2050 alle Gebäude klimaneutral werden sollen, muss jetzt schnell gehandelt werden. Drei Sitzungen des Klimakabinetts brachten keine wesentlichen Entscheidungen, nun muss etwas passieren. Wichtig ist dabei, keine neuen Bürokratiemonster zu schaffen: Sanierungswillige müssen schnell und einfach ihre Förderungen erhalten. Aber auch der Ausbau erneuerbarer Energien und endlich ein effektives Klimaschutzgesetz sind weitere dringende Aufgaben der Bundesregierung“, fordert ZVDH-Präsident Dirk Bollwerk.

Durch den Einsatz effektiver Dämm-Methoden bei Fassaden und Dächern, könne das Dachdeckerhandwerk den Ausbau leerstehender Dachgeschosse, dem Einsatz von Photovoltaik- und Solaranlagen und dem Anlegen von Gründächern einen großen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Hier können gesetzliche Vorgaben helfen, auch gerade bei der Dach- und Fassadenbegrünung, führt Bollwerk weiter aus.

Letzte Aktualisierung: 03.09.2019