News 2010-04-13T00:00:00Z "Abdichtung ist unser Metier"

Sieben Jahre lang wurden Alkor Dach- und Dichtungsbahnen in Deutschland über Henkel Bautechnik GmbH vertrieben, eine Allianz, die im Sommer 2009 beendet wurde. Wir erläutern, was das "neue" Unternehmen künftig vorhat.

"Die Kooperation hielt sieben Jahre, doch jetzt ist es Zeit für einen Neuanfang. Das ist eine Zeit lang gut gelaufen, doch jetzt war es Zeit für einen Neuanfang. Bedingt durch den Inhaberwechsel bei Alkor kam es zu einer Neubewertung der Allianz ", begründet Luc van Ryckeghem, Verkaufsleiter der Renolit AG die Trennung. Somit verantwortet seit einem halben Jahr Renolit wie in allen anderen europäischen Ländern auch die Marke Alkor. Das Unternehmen hat, nach eigenen Aussagen, einiges vor. "Wir möchten den Bereich Dachbahnen ausbauen", so van Ryckeghem, der sich auf den Neustart freut: "In unseren Gesprächen mit Dachdeckern und Händlern bekommen wir viel Zuspruch für unsere Entscheidung, die Geschicke der Marke Alkor wieder in die eigenen Hände zu nehmen. Nach quasi sieben Jahren Abstinenz hat der Name immer noch einen guten Klang, was unseren Kunden in den letzten Jahren aber vor allem fehlte, war die Kundenorientierung. Dass möchte die noch kleine Mannschaft verbessern und zwar vor allem durch technische Beratung. "Wir wollen die Kunden als Partner behandeln. Bei uns kommt zuerst die Technik und dann der Verkauf", verspricht van Ryckeghem.

Startschuss auf der DACH+HOLZ

Den Neuanfang hat das Unternehmen gut getimt, es nutzt die Branchenmesse DACH+HOLZ, um dem Dachhandwerker seine Produkte zu präsentieren, allerdings nicht in der Flachdachhalle 9, sondern in Halle 6. Bei den Produkten setzt Alkor vor allem auf eine gewebearmierte EVA-Kunststoffdachbahn, die es bisher nicht auf dem deutschen Markt gab und auf eine weiße, nach eigenen Aussagen hochreflektierende PVC-Dachbahn, die Know-how aus dem Bereich Schwimmbadfolien nutzt. In jedem Fall will man im Bereich Solar mitmischen. Allerdings nicht mit integrierten Systemen wie die großen Wettbewerber, sondern mit einer Neuigkeit im Bereich Aufständerungssystem, einem PVC-Profil, dass auf die Dachbahn aufgeschweißt wird und hier per innenliegender Aluminiumstange für Stabilität der Solarzellen sorgen soll. Luc van Ryckeghem begründet die Kehrtwende vom integriertem zum aufgeständerten System und betont: "Wir haben auch eine Solardachbahn im Programm. Leider hat die Zeit gezeigt, dass diese Systeme mittlerweile zu schwer zu verkaufen sind, auch wegen des immensen Preisverfalls bei polykristallinen Zellen." Außerdem fördere die Technologie der integrierten Solardachbahnen zu wenig Ertrag, deshalb baut man auf die aufgeständerte Solarlösung. Der Verkaufsleiter macht allerdings deutlich: "Wir sind kein Solarunternehmen. Unser Fokus ist und bleibt die Abdichtung." Johannes Messer

zuletzt editiert am 24. Februar 2021
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