Das Dachdeckerhandwerk in der Region hat keinen Grund zur Klage. "Unsere Mitgliedsbetriebe sind ausgelastet", betonte Hans-Peter Kistenberger, Obermeister der Dachdeckerinnung Karlsruhe. Er habe den Eindruck, dass die Immobilie die Aktie abgelöst habe. In der Mehrheit würden Komplettaufträge vergeben.
In seinem Jahresbericht skizzierte der Obermeister die Innungsarbeit des Jahres. Organisiert wurden Gespräche mit Kommunen, Tagungen und Seminare, Firmenbesichtigungen und Ausflüge. Demnächst stehe die Jahresschlussfeier im Bruchsaler Bürgerzentrum an, hieß es. Zur Sprache kam auch der Landesverbandstag des Dachdeckerhandwerks in Mannheim, wo die Karlsruher stark repräsentiert waren Der nächste Verbandstag findet im April in Ulm statt. In diesem Zusammenhang gratulierte Kistenberger Innungsgeschäftsführerin Eva Meisel. Sie war erst jüngst auch zur Geschäftsführerin des Landesverbandes des Dachdeckerhandwerks Baden-Württemberg gewählt worden.
Mit seinem Vortrag "Chef auf Intensivstation - und jetzt?", traf Rechtsanwalt Roland Jaspers wohl voll ins Schwarze, denn es schloss sich eine rege Diskussion an. Dabei ging es im Wesentlichen um einen "unternehmerischen Notfallkoffer", in dem alles aufbewahrt werden soll, was das Weiterführen des Betriebes gewährleistet, falls der Chef außer Gefecht gesetzt ist.
Dazu zählen nach Angaben Jaspers Vertretungsvollmacht auch bei der Bank, Passwörter und PIN-Nummern sowie auch der Hinweis, wo man Arbeitsverträge und Ähnliches finden kann. Auch für den privaten Bereich sollte man über einen Notfallkoffer nachdenken, regte Jaspers an. Dieser sollte unter anderem Versicherungen, Vorsorgevollmachten und anderes enthalten.
Einen Überblick zur Arbeit der Kreishandwerkerschaft gab Kreishandwerksmeister Friedrich Hoffmann. Er berichtete über das Pilotprojekt "Effizienz-Konvoi" der Stadt Karlsruhe unter dem Motto "Gemeinsam günstig Energie sparen". Offensichtlich haben andere Kommunen vor, es der Fächerstadt nachzumachen.