Erneut deutlich besser als der wirtschaftliche Trend hat sich die Fachgruppe Dach & Fassade der Eurobaustoff Handelsgesellschaft mbh & Co. KG, Bad Nauheim, im Jahr 2009 entwickelt. Mit einem Plus von 7% gegenüber 2008 wurden die Umsatzerwartungen weit übertroffen zumal die Dach-Aktivitäten auch im vergangenen Jahr erst spät gestartet sind.
"In einem seit Jahren umkämpften und durch Verdrängungswettbewerb gekennzeichneten Markt haben wir unsere Position behauptet und sogar leicht ausbauen können." Dieses positive Fazit zogen Vorstandssprecherin Edith Weerd und ihr Vorstandskollege Andreas Hauf am Freitag (30. April) auf der Generalversammlung.
Erfolgreich in 2009 behauptet
Das vor Jahresfrist durch einstimmigen Beschluss der Mitglieder von "Dachdecker-Einkauf West eG" in "DEG Dach-Fassade-Holz eG" umfirmierte genossenschaftliche Unternehmen erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2009 mit ihren Beschäftigten 305 in Vollzeit, 22 in Teilzeit, 31 Auszubildende an ihren 20 Standorten einen Gesamtumsatz von 168,3 Mio. Euro. Im Vorjahresvergleich bedeutet dies einen leichten Rückgang von 1,5 Prozent. Das Umsatzergebnis wurde in 2009 durch teilweise drastische Preisbewegungen für Metalle, Bitumen und Hölzer negativ beeinflusst. Im Wohnungsbau gab es im dritten und vierten Quartal 2009 wieder kleine positive Akzente. Im öffentlichen Bau verzeichnete die DEG durch das Konjunkturpaket II des Bundes positive Impulse. In diesem Marktsegment rechnet die DEG in 2010 mit einem weiteren Umsatzplus.
insgesamt seien die 1.278 Mitgliedsbetriebe mit ihrer Genossenschaft, der DEG, vergleichsweise sicher und gut durch die Finanzkrise gekommen, stellten die beiden Vorstände und der von Markus Happe als Vorsitzendem geführte Aufsichtsrat heraus. Getreu dem Motto "Gemeinschaft stärkt und Stärke schützt" habe sich der Vorteil einer Mitgliedschaft in der Genossenschaft für die Handwerksbetriebe wiederum eindrucksvoll bewiesen. Als Bindeglied zwischen Industrie und Dachhandwerk sei die DEG "Garant für Stabilität und Sicherheit und ebnet den Weg zum gemeinsamen Erfolg".
Energetische Bereiche im Fokus
Im geschäftlichen Fokus für die kommenden Jahre sind bei der DEG neben energetischen Themen rund um Dach und Fassade nochmals gesteigerte Aktivitäten in den Bereichen Photovoltaik und Holz. Letzterer soll nicht nur durch die bereits vollzogene Namensänderung, sondern durch die Errichtung eines innovativen Holzstandortes zusätzlichen Schub gewinnen. Dieser Standort wird in 2010 gemeinsam mit dem Neubau der Zweigniederlassung Wuppertal auf dem dortigen Gelände errichtet. Die Vermögens- und Finanzlage ist geordnet. Das erwirtschaftete Betriebsergebnis versetzt die Genossenschaft in die Lage, ihr Eigenkapital aufzustocken und an ihre Mitgliedsbetriebe eine Warenrückvergütung von rund 3,4 Mio. Euro vom Umsatz auszuschütten. Der Jahresüberschuss beläuft sich auf 2,5 Mio. Euro. Darüber hinaus zahlten sich die Anstrengungen bei der Mitgliedergewinnung und -bindung weiterhin aus, erläuterte Andreas Hauf. 75 Neuzugänge gab es in 2009. "Wir können zuversichtlich nach vorne blicken, denn auch im zweiten Jahr der Wirtschaftskrise bieten sich dem Handwerk rund ums Dach und unseren Unternehmen gute Chancen", betonte Vorstandssprecherin Edith Weerd abschließend.
Über eine positive Zusammenarbeit innerhalb der ZEDACH-Gruppe berichtete anschließend Aufsichtsratsvorsitzender Markus Happe. Die in der Zentralgenossenschaft organisatorisch zusammengeschlossenen Primärgenossenschaften mit ihren rund 2.100 Beschäftigten haben über 6.000 Handwerksbetriebe als Mitglieder und über 130 Verkaufsstellen in Deutschland, Tschechien, Polen und Luxemburg. In 2009 erwirtschaftete die ZEDACH einen Umsatz von 1,03 Mrd. Euro und konnte damit in konjunkturell schwieriger Zeit das Vorjahresergebnis erreichen und so ihre starke Marktposition behaupten.
Nach dem Bericht von Markus Happe über die Tätigkeit des Aufsichtsrats und über die gesetzliche Prüfung stellte die Generalversammlung den Jahresabschluss 2009 fest. Vorstand und Aufsichtsrat wurde einstimmig Entlastung erteilt. Ebenso einstimmig wieder in den Aufsichtsrat gewählt wurden Markus Happe (Paderborn), Jürgen Rohpeter (Dortmund/Lünen) und Andreas Zinn (Kassel). Hans Varnhagen (Münster) schied mit Erreichen der Altersgrenze aus dem Aufsichtsrat aus. Für ihn rückt Stefan Bruchhaus (Solingen) nach. Dank und Anerkennung galten schließlich den Jubiläumsbetrieben für 60-, 50-, 40- und 25-jährige Mitgliedschaft. Der abschließende Gastvortrag über Kundenorientierung und Kundennähe von Beat Krippendorf stand unter dem Thema "Das Prinzip Menschlichkeit als Erfolgsfaktor". Für den 62-jährigen Schweizer Fachmann für Motivationstraining ist "emotionale Qualität" die Zauberformel: Was man nicht verinnerlicht habe, könne man auch nicht verkaufen. Nur wer seinen Beruf gerne und engagiert ausübe, könne Kunden gewinnen, überzeugen und halten.