Markt 2015-06-18T00:00:00Z „Die Neugier wird größer“

Im März übernahm André Bröker die Geschäftsführung der „100 Top-Dachdecker“ von seinem Vater Klaus. Der Sohn möchte die Dachdecker vor allem im Bereich Personalführung besser machen. Dafür steigt er auch mit aufs Dach.

Mit den Augen des Kunden sehen

Neu im Portfolio des Unternehmensverbundes ist die Expertenkontrolle aus Bauherren-Perspektive. Nach Zufallskriterien ausgesuchte Mitgliedsbetriebe werden pro Jahr von einem Branchenfachmann unangekündigt besucht, in Augenschein genommen und aus Kundensicht beurteilt. „Hierfür haben wir einen erfahrenen Dachdeckermeister gewinnen können, der Abläufe und Kundenwünsche genau kennt“, sagt Klaus Bröker. Nach einem Bewertungskatalog werden Aspekte wie Service, Kommunikation und die allgemeine Außendarstellung des Betriebes benotet – vom Verhalten am Telefon bis zur Sauberkeit auf der Baustelle. Der Qualitätsmaßnahmenkatalog ist für alle Mitgliedsbetriebe verpflichtend. Die Ergebnisse werden im Plenum gemeinsam ausgewertet und besprochen. „Der Besuch ist nicht als reine Kontrolle gedacht. Vielmehr dient er als Impuls- und Ideengeber für gelebte und praktizierte Kundennähe. Einige Ergebnisse können für den einen oder anderen Teilnehmer schon schmerzhaft sein“, ergänzt Klaus Bröker.


Doch das bleibt die Ausnahme. Der Gesamt-Notendurchschnitt der besuchten Firmen lag bei 1,72, als Schulnote eine gute 2. Die Dachdecker scheinen also ihre Hausaufgaben gemacht zu haben. Dabei punkteten sie bei dem positiven Gesamteindruck des Betriebs, konkret: dem guten Auftreten der Mitarbeiter und der handwerklichen Ausführung. Die Betriebsgrößen der Mitglieder gehen von einem kleinen 3-Mann-Betrieb bis zu einem Unternehmen mit 130 Mitarbeitern. „Diese Mischung ist uns wichtig. Die Unternehmer sollen andere Strukturen kennen­lernen und sich gegenseitig helfen“, so André Bröker.

Johannes Messer

DDH 12.2015Den ausführlichen Beitrag lesen Sie in

zuletzt editiert am 11. Dezember 2020
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