Sein Obermeisteramt hat er bereits im Juli übergeben, nun folgte der offizielle Empfang zur Verabschiedung von Manfred Schröder aus dem Obermeisteramt der Innung Köln. Es war ein Stelldichein vieler Weggefährten.
Der Satz „Herr Schröder – Sie waren das…“, fiel oft in den Ansprachen der offiziellen Verabschiedung von Manfred Schröder, denn er war nicht nur über 25 Jahre Obermeister der Dachdecker-Innung Köln. Als ZVDH-Präsident, ZDH-Vizepräsdident und vielen anderen ehrenamtlichen Tätigkeiten hat er das regionale und nationale Dachdeckerhandwerk über viele Jahrzehnte maßgeblich geprägt. Kein Wunder also, dass zahlreiche Gäste das Schaffen von Manfred Schröder noch einmal Revue passieren ließen. Dabei waren vor allem die Abschiedsworte der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Innungsgeschäftsstelle von besonderer Herzlichkeit geprägt. Bürgermeister Manfred Wolf, Handwerkskammer-Präsident Hans-Peter Wollseifer, Kölns Kreishandwerksmeister Nicolai Lucks mit seinem Hauptgeschäftsführer Dr. Thomas Günther, ZVDH-Vize Andre Büschkes, ZVDH-Geschäftsführer Artur Wierschem, Nordrheins Landesinnungsmeister Dirk Bollwerk und nicht zuletzt der neue Innungsobermeister Thomas Ruhrmann würdigten die über 40-jährige Vorstandstätigkeit von Manfred Schröder in der Innung. Die Kreishandwerkerschaft verlieh ihm außerdem die Ehrennadel des Kölner Handwerks in Gold.
Lossprechung vom Obermeisteramt
Thomas Ruhrmann skiziierte in seiner Ansprache noch einmal den beruflichen Werdegang von Manfred Schröder, der mit der Betriebsgründung 1965 begann. In Anlehnung an viele von Manfred Schröder vorgenommene Lossprechungen wurde er vom Lehrlingswart der Innung, Dirk Feiler, vom Obermeisteramt mit einem Schlag auf die Schulter „losgesprochen“. Heinz-Ludwig Wies, Geschäftsführer der Innung, unterstrich noch einmal den enormen Einsatz des langjährigen Obermeisters Schröder: „Mehr Ehrenamt als Sie es geleistet haben, geht nicht“. Schröder betonte in seiner Dankesrede noch einmal, wie sehr im die Innung und der Kontakt zu den Mitgliedern stets am Herzen gelgen habe. Das Wissen um die Sorgen und Nöte der großen wie auch der kleinen Betriebe sei ihm stets wichtig gewesen.
Elke Herbst
Rückblick : Stationen eines Ehrenamts
Hier einige Stationen von Manfred Schröder als Ehrenamtsträger in den Organisationen des Dachdeckerhandwerks:
01.09.1965 – Unternehmensgründung, wenig später Beitritt zur Innung
Juli 1966 – Wahl in den Gesellensprüfungsausschuss
23.10.1969 – Wahl zum Vorstandsmitglied und Lehrlingswart der Innung
16.04.1975 – Berufung zum vereidigten Sachverständigen für das Dachdecker- und Klempnerhandwerk
07.10.1975 – Wahl zum stellvertretenden Obermeister
29.09.1987 – Wahl zum Obermeister
1990–1994 – Vizepräsident im Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH)
1994–2005 – Präsident des ZVDH, Vorsitzender der kleinen Tarifkommission
2005–heute – Vorsitzender des Berufsbildungswerkes des Deutschen Dachdeckerhandwerks.