Bei bestem Dachdeckerwetter kamen rund 250 Dachdecker und Zimmerer zum Braas-Dachforum. Neben den Produkt-Workshops informierten sich die Teilnehmer in abwechslungsreichen Vorträgen, Highlight war ein alter Bekannter mit seinem Dauerthema Solar.
"Wir haben mit der Veranstaltung den Nerv getroffen" mit diesen Worten begrüßte Dr. Rudolf Rauss, Vorsitzender von Braas, die rund 250 Teilnehmer in der Mainzer Rheingoldhalle. Das geneigte Dach ist im vergangenen Jahr um 12 Prozent gestiegen. Rauss prognostizierte auch für das erste Halbjahr 2012 noch einmal einen Zuwachs von rund 6 Prozent. Der Vorsitzende erläuterte die Produkte des Systemgedankens inklusive Solar und Dämmung "das passt gut zu uns, denn Nachhaltigkeit ist immer noch ein Trend in der Baubranche. Unsere Services und ihr Engagement ergänzen sich", so Rauss. Schon auf der DACH+HOLZ 2012 ein Schwerpunkt: Der neue Dachstein Protegon, der die bis zu 300 Prozent mehr Wärmereflektion leisten soll. "Dieser Dachstein stellt den Beginn einer neuen Ära dar", sagte der Braas-Vorsitzende. Eine Lasershow zeigte die neuen Möglichkeiten des Dachsteins.
Angebot ohne Gewährleistung
Die Vorträge waren eine gute Mischung aus Recht, Biologie, Technik und Sport, moderiert von NTV-Moderatorin Christiane Stein. Verschiedene Bau-Vertragstypen erläuterte der erste Referent Dr. Tom Giesen. "Ohne Zustimmung des Bauherrn steht Ihnen keine Änderung am Vertragsrecht zu. Unter Berücksichtigung des § 434 Absatz 1 BGB gilt: Falls keine Beschaffenheit vereinbart wurde und kein Mangel vorhanden ist, erst dann ist die Kaufsache rechtskräftig", sagte Giesen, der seine eigenen Erfahrungen als Bauherr zum Besten gab. Mit einer juristischen Wertung haben Äußerungen wie "Es funktioniert doch" oder "Die Anlage produziert die zugesagten Werte" nichts zu tun. Ein Praxistipp zum Schluss: "Formulieren Sie klar und deutlich den Leistungsstand oder vereinbaren eventuelle Ersetzungsbefugnis", empfahl Giesen.
Johannes Messer
Den ausführlichen Artikel lesen Sie in Ausgabe DDH 08.2012.