Heftige Gewitter mit Starkregen und Sturmböen sind über viele Regionen Deutschlands hinweggezogen und haben schwere Schäden angerichtet. Betroffen waren vor allem der Süden und der Osten des Landes.
Im Salzlandkreis (Sachsen-Anhalt) südlich von Magdeburg deckte ein Tornado Dächer ab und entwurzelte Bäume. Eine 51-Jährige starb nach Angaben der Polizei durch einen herabstürzenden Dachziegel. Auf der Autobahn 14 zerschlugen Hagelkörner die Scheiben einiger Autos. Eine Schlammlawine überflutete dort die Fahrbahn. Fünf Menschen mussten von der Feuerwehr mit Schlauchbooten von den Dächern der Fahrzeuge gerettet werden.
Die Rettungskräfte rückten mit einem Schneepflug an, um die Schlammmassen zu beseitigen. Die A 14 war bis zum Morgen in beide Richtungen voll gesperrt. Sie wurde grob geräumt und wieder freigegeben. Auch in Thüringen liefen Keller voll. Umgestürzte Bäume blockierten zahlreiche Straßen.
Böe weht Frau von ihrem Motorrad
Auch in Franken deckten starke Windböen Dächer ab und knickten Bäume um. Im oberfränkischen Forchheim wehte eine Böe eine 36-Jährige während der Fahrt von ihrem Motorrad. Dabei wurde sie leicht verletzt. Heftiger Regen und ein Erdrutsch hatten bereits am Sonntagnachmittag bei Sankt Goar in Rheinland-Pfalz dazu geführt, dass ein Intercity mit etwa 800 Fahrgästen entgleiste. Die Bundespolizeidirektion Koblenz korrigierte die Zahl der Verletzten mittlerweile auf insgesamt 15 nach oben. In der Nacht hoben zwei Spezialkräne die Lok des Zugs zurück auf die Gleise. Die linksrheinische Bahnstrecke zwischen Mainz und Koblenz bleibt voraussichtlich noch mindestens zwei Tage gesperrt. Quelle: tagesschau.de