2013-06-24T00:00:00Z Alle in einem Boot

„Die Zeiten werden nicht leichter, wir müssen weiter zusammen rücken. Beim ZDBF sitzen wir alle in einem Boot. Es gilt, gemeinsam für das Handwerk die gleiche Schlagzahl hinzulegen.“ Mit diesen Worten begrüßte Volkmar Sangl, Vorstandsvorsitzender des Zentralverbandes des Deutschen Bedachungsfachhandels e.V., die 40 Mitglieder zur Versammlung auf Schloss Rheinfels in St. Goar. Der Vorstand sieht nach wie vor den Fachhandel als Ansprechpartner Nr. 1 für das Dachhandwerk.

V. Sangl, ebenfalls Vorstandsprecher der DEG „Alles für das Dach eG“: „Den täglichen Kontakt vor Ort haben letztendlich wir und nicht die Industrie.“ Der Vorstand (Heinz-Jürgen Kemming, Coba, Volkmar Sangl, DEG AfD, Heinz Slink, FDF), der für seine Arbeit vom Plenum einstimmig entlastet wurde, strebt eine beschleunigte Mitgliedschaft im Bund Deutscher Baustoffhändler (BDB) an, der sich trotz intensiver Gespräche unverständlicher Weise noch mit einer Aufnahme der reinen Dachbranche zurückhalte. „Wir bleiben da ebenso hart dran, wie an der neuen Regelungen zum Insolvenzrecht“, so ZDBF-Vorstandsmitglied Heinz Slink. Sein Kollege H-J. Kemming  ging nochmals auf die besondere Bedeutung des ZDBF ein, „da sich hier inzwischen eine fruchtbare Plattform für den Gedanken- und Informationsaustausch des mittelständischen Bedachungsfachhandels gebildet hat, deren Ergebnisse sich mittelfristig zum Nutzen unserer Kunden auswirken werden.“

Beim ZDBF geht es weniger um Regularien, als um interessante Themen. Dr. C. Zentgraf brachte zum Thema Gefahrgut/Gefahrstoffrecht einiges Licht in undurchsichtige Definitionen: „Manches gilt nach Gefahrgutverordnung normal als giftig, beim Transport jedoch nicht. Daher ist besonderes Augenmerk auf die Sicherheitsdatenblätter zu legen, denn auch der Großhändler ist als zweiter In Verkehr Bringer der Ware verantwortlich, wenn etwas passiert.“ Verantwortlich beim Gefahrgut sei der Chef, der Niederlassungsleiter oder der Verlader. Lt. Dr. Zentgraf seien hier Branchenlösungen gefragt:  „Wissen was Sache ist, Mitarbeiter informieren, Kunden informieren.“


Dipl. Ing. K.-H. Störrlein, hatte die schwierige Aufgabe, über die „Neue Europäische Bauproduktenverordnung“ zu berichten, bei der sowohl seitens der Industrie und des Handels noch einige Unklarheit über die zukünftigen Produkterklärungen des „In Verkehr Bringers“ bestehen. Zum 1. Juli 2013 tritt die Bauproduktenverordnung (BauPVO) in Kraft. Seitens verschiedener Hersteller wurden bereits Maßnahmen hinsichtlich der Veröffentlichung ihrer Leistungserklärungen zu Produkten unternommen. Aus der anschließenden kontroversen Diskussion ergaben sich für die Teilnehmer interessante Aspekte zur Umsetzung vor Ort.

Zum Thema Datenvielfalt brachte es Josef Rühle, Vorstand DDP, Dach-Daten-Pool eG &Co KG, auf den Punkt: „Viele verschiedene Datensysteme sind auf einen Nenner zu bringen. Jede selbst gestrickte Lösung bedeutet Verlust von Wertschöpfung. Die Lösung heißt DDP.“  Rühle: „Seit Gründung der DDP profitieren 23 Kommanditisten des Handels und 162 teilnehmende Hersteller von den einheitlichen Artikelstammdaten, die seitens der Zedach-KDS (Katalog- und Daten-Service) bereit gestellt werden.“ Dem Handwerk ständen damit alle relevanten Produktdaten, verschiedener Lieferanten aktuell zur Verfügung. Rühle: „Dabei sein, sollte schon aufgrund der Arbeitserleichterung, die wir dem Dachhandwerk ermöglichen, ein absolutes Muss sein.“

Abschließend erklärte der Vorstand, die Lobbyarbeit zu verstärken und gemeinsame Termine mit der Industrie wahrzunehmen. Auch an einen Industrie-Beirat ist gedacht.

zuletzt editiert am 24. Februar 2021
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