Auf der 16. Tagung des Flachdachbeirats in München erfuhren die Beiratsmitglieder unter anderem von Wolfin-Chef Günther Reese dass die frühere Henkel-Tochter Wolfin seit Juli zu Icopal gehört.
"Für den Kunden ändert sich dabei nichts", betonte Reese und erläuterte weiter, dass die Wolfin Bautechnik GmbH nach wie vor ein eigenständig agierendes, mittelständisches Unternehmen bleibt. In Sachen Klebetechnik wird der Sanierungsspezialist nach wie vor auf den Klebstoffspezialisten Henkel setzen. Dass sich bei Wolfin nichts ändert, zeigten auch die Produktneuentwicklungen, von denen auf den Flachdachbeiratssitzungen der Vorhang gelüftet wird. In München war dies Ultraprotect, eine Schutzbeschichtung für die Flachdachabdichtung. Das Produkt ist ein Kieskleber zur Verfestigung mineralischer Schüttgüter wie Quarzsand und ist mit speziellen Füllstoffen und flammhemmenden Zusätzen ausgestattet, auf Wunsch auch mit anorganischen Farbpigmenten. Ultraprotect schützt, nach eigenen Aussagen, zuverlässig vor mechanischen Beschädigungen, ob durch Vandalismus, Hagel oder Nachfolgegewerke, ebenso vor Belastungen durch UV-Strahlen und andere Umwelteinflüsse. Außerdem bietet es einen wirksamen nachträglichen Brandschutz, erhöht die Sicherheit auf dem Dach und erlaubt die Ausbildung von Wartungs- und Rettungswegen mit rutschsicheren Oberflächen. Und auch ihre farbige Markierung. Denn mit farbigen Pigmenten lässt sich aus der weißen Grundfarbe ganz einfach ein Wunschdach mischen. Außerdem im Programm: Die neue Wolfin PV.
Dass Photovoltaikmodule und Solarthermische Anlagen für den Dachdecker nicht nur attraktiv sind, sondern auch riskant sein können, legte die renommierte Baurechtlerin Professor Dr. Petra Kirberger dar. Sie zeigte in ihrem Vortrag die rechtlichen Fallstricke in Verbindung mit Solardächern auf und gab den Beiratsmitgliedern wertvolle Hinweise. Aus bauphysikalischer Sicht beleuchtete Professor Dr.-Ing. Klaus Sedlbauer, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Bauphysik in Stuttgart und Holzkirchen, das Thema Energieeffizienz. Er zeigte auf, wie aus globalen Trends produktspezifische Entwicklungen in Bezug auf das Dach bzw. die Gebäudehülle werden und gab einen Ausblick in die Zukunft des Bauens unter den Aspekten Dichtheit und Energieeinsparung.