Da hat nur wenig gefehlt - um exakt zu sein, gerade einmal 16 Millionen Euro - und Eurobaustoff hätte bereits ein Jahr nach dem Sprung über die 4-Milliarden-Euro-Umsatzhürde auch die 5-Milliarden-Euro-Umsatzhürde geschafft.
So blieb der Volumenzähler im Einkauf am 31. Dezember 2011 bei exakt 4,984 Milliarden Euro (Vorjahr: 4,23 Milliarden Euro) stehen und die Nr. 1 der Kooperationen mittelständischer Fachhändler für Baustoffe, Holz und Fliesen baute auch im 7. Jahr in Folge ihre Spitzenposition in Europa weiter aus. Mit einem Außenumsatz von über 12 Mrd. Euro decken die 497 Fachhändler den Löwenanteil des gesamten deutschen Baustoff-Fachhandelsumsatzes ab.
"Bei allen Superlativen", betont Ulrich Wolf, Vorsitzender der Eurobaustoff Geschäftsführung, "uns ist wichtig, dass unsere Gesellschafter für diese Expansion gesorgt haben. Sie haben das Umsatzplus erarbeitet. Es kommt von innen heraus und ist nicht durch Gesellschafter-Akquisitionen ‚zugekauft’ worden."
17,9 % betrug am Ende des Jahres die Steigerung des zentral über die Kooperation abgerechneten Einkaufsvolumens. Und bis auf die etwas ruhigeren Monate April, Juni, Juli und Oktober trugen alle Monate mit zweistelligen Zuwachsraten gegenüber den Vergleichszeiträumen in 2010 zum jetzigen Endergebnis bei. Der beste Monat war der Mai 2011. In diesem Monat konnten die Mitarbeiter in den Zentralen so viel abrechnen wie noch nie weit über 500 Millionen Euro.
Die Basis des Erfolges legte in der Eurobaustoff auch 2011 der Großhandel, der über alle Sortimente 19,5 % aufsattelte. Bemerkenswert ist die Renaissance in den Warengruppen Roh-/Wandbaustoffe, die um 33 % zulegen konnten. Überproportional gut schnitten auch die Bereiche Transportbeton & Stahl, Dämmstoffe und Galabau ab. Die umsatzstärksten Fachbereiche sind nach wie vor Dach/Fassade dicht gefolgt von Trockenbau.
Der Bereich Holz, erstmals in 2011 als eigenständiger Bereich geführt, erreichte einen Umsatz von 215 Millionen Euro, die Hälfte davon mit dem Schnittholzsortiment. Weitere Produktgruppen sind Holzwerkstoffe und Hobelware, Holzimporte und Holzhandel.
Der Bereich Fliesen/Naturstein setzte auch 2011 seine seit Jahren sehr erfolgreiche Entwicklung fort. Das Plus im letzten Jahr lag bei 9 %. Ein überproportionales Wachstum erreichte dabei der Produktbereich Naturstein, der eine zweistellige Steigerungsrate erzielte.
Der Bereich Einzelhandel liegt mit einem Wachstum von 13,6 % deutlich über dem Branchendurchschnitt. Nahezu 50 % des Plus wurden mit Maschinen, Sanitär und Heizung sowie dekorativem Holz erzielt. Die Grundlage dieser Entwicklung wurde jedoch von den Fachhändlern bereits vor Jahren selbst gelegt: Permanente Investitionen in Ausstellungen, Fachmärkte, Sortimente und qualifizierte Mitarbeiter. Die entsprechenden Dienstleistungsangebote aus den Kooperationszentralen wirkten hier unterstützend.
Mit 497 Gesellschaftern (Vorjahr 493) und 1.400 Standorten (Vorjahr 1.328) ist die Eurobaustoff in Deutschland, Österreich, der Schweiz und seit Anfang November 2011 durch die Aufnahme der PontMeyer N.V., Zaandam, mit 49 Standorten auch in den Niederlanden flächendeckend vertreten. Weitere Gesellschafter/Standorte gibt es in Italien, Luxemburg und Lichtenstein. "Wir werden in den nächsten Jahren die Akquisition in den europäischen Nachbarländern forcieren, um unserem Namen noch mehr gerecht zu werden.
Eines ist für den Vorsitzenden der Eurobaustoff Geschäftsführung sicher: "Ziel ist es, die 5-Mrd.-Euro-Hürde in 2012 nicht zu touchieren, sondern zu überspringen. Die Zeichen in der Bauwirtschaft stehen derzeit mindestens für das 1. Halbjahr sehr günstig. Was die 2. Jahreshälfte bringen wird, hängt von der Lage auf den Finanzmärkten, der Binnennachfrage und der Stimmung in der Wirtschaft ab. Wir sind hier optimistisch und haben für uns beschlossen, an einer eventuellen Rezession nicht teilzunehmen. Der Mittelstand ist und bleibt der Garant für den deutschen Baustoff-Fachhandel."