Informationen, Austausch und die Möglichkeit zur Weiterbildung diese Ziele hatten sich norddeutsche Dachdecker-Ehefrauen 1990 auf die Fahnen geschrieben. In zwanzig Jahren "Frauenarbeitskreis im Dachdeckerhandwerk" (FAD) ist ein Netzwerk mit Praxisnutzen entstanden.
Traditionsgemäß werden Innungsversammlungen von Männern abgehalten. "Das kann´s doch nicht gewesen sein", sagten sich einige der Ehefrauen in Schleswig-Holstein und hatten im Jahre 1989 die Idee eines ergänzenden Dachdeckerfrauentreffs. Die Betriebe der Dachdecker-Innung Flensburg-Schleswig-Eckernförde wurden informiert und am 1.1.1990 gründeten 13 Damen den "Frauenarbeitskreis im Dachdeckerhandwerk" (FAD). Wer denkt, es handele sich um eine Gruppe, die sich mit Kaffee, Kuchen und Geschichten aus der Boulevardpresse beschäftigt, liegt komplett daneben: "Es ging uns darum, neben der Mitarbeit im Betrieb auch ein Forum zu schaffen, das interessierten Frauen Möglichkeiten zu gezielter Information und Weiterbildung bietet", sagt Anne Klohs, 1. Vorsitzende des FAD. "Erste Aktivitäten waren unter anderem Bildungsmaßnahmen im Umgang mit Kunden und Mitarbeitern, Ernährungsberatung und die Unterstützung bei der Ausrichtung der Landesverbandstage", ergänzt die stellvertretende Vorsitzende Sabine Witt. "Wir sind ja mehr oder weniger beim täglichen Geschehen in unseren Betrieben dabei und da liegt doch nichts näher, als sich in den entsprechenden Bereichen fit zu halten. Dass wir darüber hinaus auch noch den Gedankenaustausch pflegen, bietet allen weitere Vorteile, die jede von uns für sich nutzen kann", sind sich die beiden einig. So finden zwischen den Bildungsveranstaltungen regelmäßige Treffen und Besuche kultureller Veranstaltungen statt.
Am Tagesgeschäft orientiert
Inzwischen bieten die Terminpläne des Arbeitskreises Themen, die sich möglichst aktuell und zeitnah am Tagesgeschäft ausrichten und Praxisnutzen für die betriebliche Arbeit bieten. Fachkundige Referenten sorgen für erfolgreiche Veranstaltungen, die oft mit Besichtigungen oder weiteren Aktivitäten kombiniert werden. "So hatten wir zum Beispiel einen Vortrag über das Autotelefon", sagt Anne Klohs, "und konnten gleichzeitig den Betrieb besichtigen. Andererseits sollen Unterhaltung und Spaß nicht zu kurz kommen und so stehen auch Opernbesuche, Ausstellungen, Gartenschau und interessante Ausflüge auf dem Programm." Das jährliche Exkursionsfahrt trägt darüber hinaus zum Zusammenhalt bei. Zusätzlich trifft man sich jeweils Ende November, um das vergangene Jahr zu resümieren und den Blick in die Zukunft zu richten. "Das ist immer ein sehr festliches Jahresabschlussfest und danach kann dann die Weihnachtszeit beginnen", so Anne Klohs.
Den ausführlichen Artikel lesen Sie in Ausgabe DDH 03|2011.