Vor allen Denkmalgeschützte Bauten sollten über einen ausreichenden Brandschutz verfügen. Bei uns lesen Sie, welche Vorkehrungen Planer treffen müssen.
Bei der Nutzung wie auch bei der denkmalpflegerischen Behandlung von historischen Bauwerken ergeben sich mehrere Möglichkeiten, Zustände zu eliminieren, die unweigerlich zu Bränden führen. Es geht in erster Linie darum, so weit wie es nur organisatorisch und technisch möglich ist, brandgefährliche Situationen zu vermeiden und Vorsorge zumindest gegen die typischen Brandursachen zu treffen. Die häufigsten Brandursachen in Baudenkmälern in Deutschland sind:
-vorsätzliche Brandstiftung,
-defekte und fahrlässig genutzte elektrische Anlagen und Geräte,
-veraltete und defekte Feuerungsanlagen,
-Fahrlässigkeit des Menschen im Umgang mit offenem Feuer
Im Verlaufe der letzten 200 Jahre sind als eine der häufigsten Brandursachen schadhafte elektrische Anlagen anstelle von Kerzen und Lampen getreten. Deutlich zugenommen haben vorsätzliche Brandstiftungen. Es gibt leider immer wieder schmerzhafte Verluste am Kulturgut infolge von durch Reparaturarbeiten verursachte Brände. In bestimmten Baudenkmaltypen, wie z.B. in Kirchen, entstehen die meisten Brände im Bereich der Dächer und Turmspitzen. Zur Brandverhütung sollten in Baudenkmälern insbesondere folgende Maßnahmen vorgenommen werden:
Zur Verhütung: Anlagen auf dem neusten Stand?
Einbau einer Einbruchmeldeanlage zur Verringerung der Brandstiftungsgefahr.
Gründliche Überprüfung durch eine Elektrofachfirma oder einen Sachverständigen aller elektrischen Kabel, Verteiler und Geräte.
Veraltete und defekte elektrische Anlagen und Kabel müssen ausgetauscht werden.
Besonderes Augenmerk ist elektrischen Leitungen in Zwischendecken, Fehlböden und an Dachstühlen zuzuwenden.
Überprüfung durch einen Schornsteinfegermeister aller Kamine und Feuerstätten. In die Kamine hineinragende Balkenköpfe, an Holzbalken verlaufende Rauch- und Wasserdampfrohre, auf Holzbalken aufgesetzte und von Rissen durchzogene sowie im Dachraum geschleifte Kamine sind die Brandursachen von Bränden in Kulturdenkmälern durch Feuerungsanlagen. Die schadhaften Kamine und Heizungsanlage müssen abgeschaltet und durch neue ersetzt werden. Äußerst vorsichtige und nur durch Fachfirmen und ausgebildete Mitarbeiter Durchführung aller feuergefährlichen Bauarbeiten.
Außerdem ist nötig: Generelle Überprüfung und Messung durch eine Fachfirma der bestehenden Blitzschutzanlagen. Defekte Blitzschutzanlagen müssen repariert werden und an Baudenkmälern, die keine haben, neue Blitzschutzanlagen installiert werden. Organisatorische Festlegung des Verhaltens des Personals und der Besucher in Hinblick auf mögliche Brandgefahren, wie z.B.: Benutzung, Wartung und Abschalten von Geräten, Schliessen von Fenstern und Türen, Rauchverbot, Überprüfung der Räume nach Betriebsschluss, Verwendung von Kerzen.