Flachdach 2010-04-14T00:00:00Z Auf Sicherheit gebaut

Bis zur Attika hochgeführte, konkav geformte Fassadenelemente erforderten beim Zuschneiden der Dachabdichtungsbahnen handwerkliches Geschick. Der Dachdecker meisterte die Aufgabe mit Dachbahnen aus Kunststoff.

Erschwerend auch die Verlegung auf verschiedenen Ebenen, der Einbau von Lichtkuppeln und anderen Durchdringungen sowie die Einbeziehung eines Konferenzraumes in Form eines Wintergartens auf dem später zu begrünenden Nutzdach.

Bei dem Objekt handelt es sich um den Neubau eines zentralen Erschließungsgebäudes auf dem Firmengelände eines Industriebetriebes im sauerländischen Attendorn. Seit vielen Jahren setzt der "Hausdachdecker" immer den gleichen Werkstoff ein: Abdichtungsbahnen von Wolfin.

Bei dem Neubau besteht der Untergrund durchgängig aus massivem Beton. Nachdem dieser mit einem bituminösen Haftgrund versehen war, wurde eine bituminöse Dampfsperre aufgebracht, die während der Bauarbeiten zugleich als Notabdichtung diente. Die Wärmedämmung gemäß Energieeinsparverordnung (EnEV) wurde in der Fläche aus 18 Zentimeter dicken Dämmplatten (extrudiertes Polystyrol) mit Rohglas-Vlieskaschierung und im Randbereich zur Attika mit zwölf Zentimeter dicker Steinwolle hergestellt. Darauf wurde (ohne weitere Maßnahme) die Kunststoff-Dach- und -Dichtungsbahn Wolfin M in zwei Millimeter Dicke verlegt und mechanisch befestigt.

Die Bahnen wurden im Nahtbereich sowie an allen Detailpunkten heißluftverschweißt. Alle geschnittenen Bahnenkanten (Gewebe sichtbar) erhielten eine Nahtversiegelung aus Flüssigfolie.

Die gewählte Kunststoffbahn ist dank ihrer mittigen Verstärkung besonders dimensionsstabil, kälteschlag- und reißfest. Der homogene, das heißt armierungsfreie Bahnenrand, führt zu einer hohen Sicherheitsreserve hinsichtlich der Kapillarität; Kopfstoßstreifen sind nicht notwendig. Die Detailausbildung bei Anschlüssen oder Durchdringungen wird für den Verarbeiter deutlich einfacher. Die Bahnen sind diffusionsoffen und voll bitumenbeständig. Im Untergrund eingeschlossene Restfeuchte, zum Beispiel infolge kurzer Bauzeit und/oder nasser Witterung, kann nach dem Einbau ausdiffundieren. Auf dem Dach des Tagungs- und Schulungszentrums wurde zur Abdichtung die Kunststoffdach- und Dichtungsbahn Wolfin IB in 1,5 Millimeter Dicke eingesetzt.

zuletzt editiert am 24. Februar 2021
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