„Auch unter neuem Namen bleibt die DEUBAUKOM unsere zentrale Plattform zur Präsentation der Baugewerblichen Verbände auf einer Messe.“ Das unterstrich der Hauptgeschäftsführer der BGV, Lutz Pollmann, in der Fachpressekonferenz zu dem Event. Er rechne damit, dass es der Baukonjunktur in NRW zusätzliche Impulse geben werde.
Auf ihrem Stand in Halle 3 werden die BGV mit ihren Mitgliedsverbänden und dem Bauspezialversicherer VHV vertreten sein. Blickfang wird eine „lebende Werkstatt“ sein: Meisterschüler des Berufsbildungszentrums der Handwerkskammer Südwestfalen fertigen Stuckarbeiten und geben einen Einblick in ihre Ausbildung. Der Stand soll zudem wieder der Kontaktpflege und für Fachgespräche dienen.
Die etwa 16.500 Betriebe des Bauhauptgewerbes und der Stuckateure in NRW (mit fast 120.000 Mitarbeitern und einem Umsatz von 1,4 Milliarden Euro) haben derzeit im Schnitt eine gute Auftragslage. „Es gibt jedoch deutliche regionale Unterschiede. Insbesondere im Ruhrgebiet könnte die Lage besser sein“, meinte Pollmann. Vielfach seien die Betriebe im Moment noch mit Projekten beschäftigt, die wegen der schlechten Witterung im Frühjahr und Frühsommer verschoben werden mussten. Im ersten Halbjahr 2013 hatten im gesamten Hochbau in NRW die Auftragseingänge immerhin um gut 17 Prozent höher als in der Vorjahresperiode gelegen. „Beim baugewerblichen Umsatz gab es bisher indes ein Minus von gut sechs Prozent“, so Lutz Pollmann. Ein Grund seien die Witterungseinflüsse, ein anderer der für die Unternehmen mittel- und langfristig problematische Aspekt, dass die Preise unterm Strich nicht auskömmlich sind.
Die Bauprognose 2013 war bundesweit von einem Zuwachs beim Wohnungsbau von 3,4 Prozent ausgegangen. „Das erscheint mir weiterhin realistisch“, so Pollmann. Die anhaltend hohe Beschäftigung, steigende verfügbare Einkommen und niedrige Hypothekenzinsen trügen ebenso dazu bei wie die Attraktivität von Immobilien als wertbeständige Kapitalanlage. Der BGV-Sprecher, seit kurzem auch Sprecher der 21 Verbände starken Aktion „Impulse für den Wohnungsbau NRW“, warnte dagegen erneut vor einer Überregulierung am Wohnungsmarkt, etwa durch eine Mietpreisbremse.