Zwischen dem Abschluss des Ausbildungsvertrages und dem Ausbildungsbeginn liegt oft ein längerer Zeitraum. Deshalb besteht die Gefahr, dass der zukünftige Azubi von anderen Betrieben noch abgeworben wird. Deshalb ist es wichtig, in diesem Zeitraum mit dem ihm und den Eltern in Kontakt zu bleiben. Wir erläuteren wie das am besten geht.
• Unterschrift in entsprechendem Rahmen unter Einbindung der Erziehungsberechtigten • Bindungsgeschenk/-präsent (z.B. Dauerkarte Fitnessstudio, Kinokarte) • Einladung zu evtl. betrieblichen Veranstaltungen • Evtl. Einbindung in betriebliche soziale Netzwerke • Regelmäßige Informationen über den Betrieb zusenden • Erfassung der Konfektionsgrößen, Schuhgröße und Einkleidung • Frühzeitige Kontaktaufnahme vor Ausbildungsbeginn mit Mitteilung u.a. von Uhrzeit, Treffpunkt, Ansprechpartner, Verkehrsverbindung, mitzubringende Arbeitspapiere (Steuer Identifikationsnummer, Mitgliedsbescheinigung der Krankenversicherung, evtl. Sozialversicherungsausweis, Personalausweis, Bankverbindung)
Vorbereitung des Arbeitsplatzes im Ausbildungsbetrieb
• Betriebliche Informationsmappe/Willkommensmappe zusammenstellen, mit unter anderem folgenden Inhalten: – Daten und Fakten zur aktuellen Situation des Betriebes – Firmengeschichte – Infos zu Leistungen, Kunden und Marktposition – Leitlinien des Betriebes – Ansprechpartner – Betriebsregeln • Komplettes persönliches Werkzeug mit Werkzeugkiste und persönliche Schutzausrüstung (u.a. Sicherheitsschuhe, Schutzhelm, Handschuhe, Schutzbrille, Gehörschutz) zusammenstellen • Spindplatz bereitstellen • Betrieblicher Ausbildungsplan gemäß § 6 der Ausbildungsordnung erstellen () • Ausbildungsbeauftragten und/oder Vertrauensperson benennen und informieren • Mitarbeiter informieren
Gespräch unmittelbar vor Ausbildungsbeginn zur Vorbereitung des ersten Ausbildungstages/der Ausbildung:
• Aushändigung der Informationsmappe, inkl. Arbeitszeiten, betriebliche Regeln, Berufsschule, Überbetriebliche Unterweisung, Handyregeln, Verhalten gegenüber Kunden, Krankmeldungen, Informationen zum Rauchen, Beispiele für Ausbildungsnachweise etc. • Erläuterung des Umgangs mit Kollegen und Kunden • Ausgabe von Arbeitskleidung, Werkzeugen und Ausbildungsmittel • Aushändigung und Erläuterung der zu führenden Ausbildungsnachweise, incl. Form und Vorlagetermine • Aushändigung und Erläuterung des betrieblichen Ausbildungsplans • Arbeits/Einsatzplan für die erste Ausbildungswoche • Unterweisung Arbeitssicherheit/Unfall und Gesundheitsgefahren • Terminierung des ersten Feedback-Gesprächs
Bei Streitigkeiten zwischen Ausbilder und Lehrling kann auch die jeweils zuständige Dachdecker-Innung angesprochen werden. Für Gespräche zur Streitbelegung stehen die Lehrlingswarte zur Verfügung.
Der Ausbildungknigge wurde erarbeitet und herausgebracht vom ZVDH.
Der erste betriebliche Ausbildungstag