Wie bringt man Dreipfannenkehlen richtig an? Wir geben Dachdeckern eine Schritt für Schritt Anleitung zur korrekten Anbringung.
Die Breite der unterlegten Dreipfannenkehlen wird von der Form der Hohlpfannen innerhalb der Kehle bestimmt und beträgt im Regelfall etwa 63 cm. Die Bezeichnung „Drei-Pfannenkehle“ besagt schon, dass ein Kehlgebinde aus drei nebeneinander angeordneten Hohlpfannen besteht, wobei die mittlere Hohlpfanne, der sogenannte Wasserziegel, von den Krempen der beiden äußeren Hohlpfannen, den Kehlziegel überdeckt wird.

-
Mittiges Anlegen des Wasserziegels in üblicher Deckrichtung
-
Anlegen des linken Kehlziegels, ebenfalls in üblicher Deckrichtung
-
Der rechten Kehlziegel muss um 180° gedreht werden, damit die ursprünglich rechts angeordnete Krempe auf die linke Seite gelangt und den Wasserziegel überdecken kann sowie eine Aufkantung zur rechten Dachfläche hin entsteht.
-
Die beiden äußeren Kehlziegel werden folglich so weit – auf dem Wasserziegel liegend – auseinandergezogen, bis deren Krempen sauber und nahezu ohne Sperrungen auf dem Wasserziegel anliegen.
-
Nun markiert man die äußere Breite der Kehlziegel mittels Bleistiftstrich auf der Kehlauflage (Kehlschalung, Vordeckung etc.)
-
Nach der Kontrolle, ob beide Markierungen (rechts und links) den gleichen Abstand zur Kehlmitte aufweisen, die Kehle also insgesamt mittig liegt, gibt man auf beiden Seiten etwa 1 cm dazu.
-
Diese Markierungen bilden die kehlseitigen Anhaltspunkte der nachfolgend parallel zum Kehlsparren anzubringenden Kehlrippen, normalerweise bestehend aus Latten 40 × 60 mm. Wichtig: Zwischen diesen Kehlrippen und den anschließenden Konterlatten der Fläche verbleibt immer etwas Platz/Luft, damit anfallendes Niederschlagswasser einwandfrei ablaufen kann.
-
Als Übergang der Kehlrippen zur Kehle und Auflager der Kehlziegelkrempen sind beidseitig die Dreikantleisten, diagonal aufgeschnitten aus Latten 40 × 60 mm, anzubringen (siehe Skizze unten, Kehlschalung).
