Im November 2015 ist es soweit: Die auf breiter Basis seinerzeit innerhalb der Berufsorganisation diskutierte Aufstiegsfortbildung zum Qualifizierten Bauführer im Dachdeckerhandwerk geht im Ausbildungszentrum des Dachdeckerhandwerks in St. Andreasberg an den Start.
In dem 146 Unterrichtseinheiten umfassenden Vollzeitlehrgang wird verantwortlich in den Dachdeckerbetrieben tätigen Mitarbeitern/innen mit Gesellenprüfung und mehrjähriger Berufspraxis umfassende Kenntnisse und Fähigkeiten im Hinblick auf die Übernahme verantwortungsvoller Aufgaben auf der Baustelle und im Umgang mit Kunden und Mitarbeitern vermittelt. Es geht mit anderen Worten um eine qualitätsgesteuerte Baustellenführung und –abwicklung.
Dachdeckerunternehmen können mit dieser neuen Aufstiegsfortbildung ihren guten Gesellen und Vorarbeitern eine Aufstiegsperspektive bieten, die ihre Mitarbeiter langfristig an den Betrieb binden. Gerade, wenn in den Betrieben keine angestellten Meister beschäftigt werden, benötigt der Unternehmer häufig eine Vertrauensperson mit vertieften Kenntnissen in den betriebswirtschaftlichen, organisatorischen und baurechtlichen Bereichen in Bezug auf die Baustellenorganisation und –führung. Dem Qualifizierten Bauführer können seitens des Unternehmers wichtige Aufgaben übertragen werden und er trägt somit zur unmittelbaren Entlastung bei. Weiterhin prägt der Vorarbeiter und zukünftig dann der Qualifizierte Bauführer entscheidend durch seine Tätigkeit das Ergebnis der Baustelle.
Artur Wierschem