Dortmund verzeichnet eine Anstieg bei abgeschlossenen Lehrverträgen. Als Gründe sieht Walter Derwald, Präsident des Baugewerbeverbandes Westfalen, die gute Baukonjunktur des letzten Jahres und besonders die steigende Nachfrage im Straßenbau.
Der Bau wirbt mit vielfältigen Ausbildungsinitiativen um junge Menschen. Das Dachdeckerhandwerk in Westfalen geht dazu mit "Jump-In-Your-Job" an die weiterführenden Schulen und versucht, die Schüler für den Beruf des Dachdeckers zu begeistern. Doch nicht nur die Schüler, auch die Azubis müssen weiterhin motiviert werden. „Ausbildungsabbrüche sind ein Thema um das wir uns verstärkt kümmern wollen“ gibt Manfred Struwe, Landesinnungsmeister des Dachdeckerhandwerks Westfalen, zu bedenken. Um zu verhindern, dass Azubis vor der Gesellenprüfung das Handtuch werfen haben die Dachdecker in Westfalen ein Programm gemeinsam mit der Arbeitsagentur Dortmund gestartet. Des Weiteren berät der Verband auch Ausbilder und Betriebe: „Fachliche Unterstützung aber auch soziale Arbeit gehen Hand in Hand“, beschreibt Struwe das Projekt mit der Bundesagentur.
Mit Anreizen wie einer besseren tariflichen Ausbildungsvergütung hoffen die Stuckateure gute Schulabgänger für sich zu gewinnen. Um auf sich aufmerksam zu machen nehmen sie in diesem August an der Berufsweltmeisterschaft in Brasilien teil. „Mit der Teilnahme an der Berufsweltmeisterschaft wollen wir in Zeiten der Fußball-WM zeigen, dass Deutschland nicht nur am Ball erste Klasse ist“, verkündet Hermann Schulte-Hiltrop, Hauptgeschäftsführer der Bauverbände Westfalen, siegesbewusst. .
Die Verbändegemeinschaft der Bauverbände Westfalen aus dem Baugewerbeverband, dem Innungsverband des Dachdeckerhandwerks und dem Verband Stuck-, Putz-, Trockenbau Westfalen vertreten rund 4.000 Bauunternehmen zwischen Ruhr und Weser. Die Bauverbände Westfalen sind der mitgliederstärkste Arbeitgeberverband im Ruhrgebiet und in Westfalen.