Energieberatung. Richard Dachbau belegte den fünften Platz bei der Aktion „Energiesparmeister im Bauhandwerk“. Wir stellen den Betrieb aus Mülheim an der Ruhr vor.
Energieberatung. Richard Dachbau belegte den fünften Platz bei der Aktion „Energiesparmeister im Bauhandwerk“. Wir stellen den Betrieb aus Mülheim an der Ruhr vor.
Die Urkunde „Energieberater“ hängt im Büro dennoch ist Dachdecker- und Klempnermeister Jens Peter Richard mit den Aufträgen in diesem Bereich unzufrieden. „Bedarfs- oder Verbrauchsausweis? Diese beiden Möglichkeiten haben eher zur Verunsicherung statt zur Transparenz geführt. Die Kunden wissen oft gar nicht, was beim Altbau die Unterschiede sind und welcher Ausweis bei ihrem Gebäude angebracht ist“, sagt Richard. Dennoch bereut er seine Weiterbildung in Sachen „Energieberatung“ nicht. „Ich kann beim Kunden meine Kompetenz in Sachen Finanzierung und Baufördermöglichkeiten unter Beweis stellen“, weiß Richard.
So beriet er auch die Eigentümer des Mehrfamilienhauses vor Ort, mit dem Objekt gewann er den fünften Platz der Aktion „Energiesparmeister im Bauhandwerk“. Richard Dachbau sanierte das Mehrfamilienhaus von 1980 auf EnEV-Neubau-Niveau. Den fünften Platz gab es vor allem aufgrund der vorbildlichen Koordination der Gewerke und der speziellen Maßnahmen zur Wärmebrückenvermeidung. Am Ende hat das Gebäude nur noch einen Energiebedarf von 115 kWh/m2a. Der Clou: Die Wärmedämmung mit Vakuumpaneelen. Jens Peter Richard wird das Objekt in einer der nächsten DDH Ausgaben vorstellen.
Die Aktion „Energiesparmeister 2008“ wurde von der Kampagne „Klima sucht Schutz“, zdf.umwelt und dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit ausgelobt, die Gewinner im Juni in Berlin gekürt. Zudem wurde die gemeinsame Aktion noch um den Ursa Sonderpreis „Energiesparmeister im Bauhandwerk“ ergänzt. Alle Sieger und weitere Infos zur Aktion finden Sie hier.
Patente mit Balkonen
Geschäfte macht der stellvertretende Obermeister der Dachdecker Innung Mülheim zum Beispiel mit Gauben, Dachstuhlbauten und Balkonerweiterungen. Dieses System hat sich sein Vater, Geschäftsführer Manfred Richard, ausgedacht. Sohn Richard präsentiert stolz die Zeichnungen der Konsole: „Die stützlosen Balkonverbreiterungen haben wir als Patent angemeldet. Gemeinsam mit einem Schlosser bieten wir eine Befestigung von oben an. Das System hat zwar seinen Mehrpreis aber die Kunden sind mit den Ergebnissen bisher sehr zufrieden“, bilanziert Jens Richard.
Überhaupt sind Vielseitigkeit und Flexibilität zwei wichtige Devisen des sechs Mann starken Unternehmens: „In diesen doch wieder recht schwierig gewordenen Zeiten gilt: Nur noch Alltägliches anbieten, das funktioniert heute nur noch selten. Ob Gründach, Holzbau, Metallarbeiten, Wärmedämmung oder Fassadenbekleidung wir sehen uns als Spezialisten, die alles aus einer Hand anbieten. Die Verkaufsgespräche zeigen uns immer wieder: Die Kunden wollen sich nicht mehr mit drei bis vier Gewerken abstimmen. Wir bieten Ihnen einen Ansprechpartner, das kostet zwar mehr, spart aber dem Bauherrn viele Nerven“, ist sich Richard sicher.
2009: Erneuerbare Energien im Neubau
Ab 2009 soll es in Sachen Energieberatung mehr Transparenz geben. Es könnte sein, dass es dann nur noch den - teureren Bedarfsausweis gibt. Momentan bleiben beide Möglichkeiten: Bedarfs- und Verbrauchsausweis. Zudem müssen Hausbesitzer ab 2009 bei Neubauten einen Teil ihrer Wärme aus Erneuerbaren Energien produzieren mit Solarwärmeanlagen, Wärmepumpen oder Biomasseheizungen. Hausbesitzer können zwischen verschiedenen Systemen wählen: zum Beispiel Holzpelletheizungen, thermische Solaranlagen in Kombination mit normalen Heizungen oder Wärmepumpen. Wer keine Erneuerbaren Energien nutzen will, muss alternativ sein Haus deutlich besser dämmen, als es die Energieeinsparverordnung vorschreibt, und dadurch einen geringeren Energiebedarf erreichen. Gut beraten ist, wer vor Baubeginn einen Energieberater hinzuzieht, am besten einen, der so vielseitig ist, wie Richard Dachbau aus Mülheim. Weitere Infos:
